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Liebe
Freunde,
Viele von euch, die diese Zeilen lesen, kennen
bereits die Arbeit des Heims der Mutter aller Menschen, Mutter der Jugend;
einige von euch wissen ein wenig darüber und andere wiederum haben
niemals davon gehört.
Erlaubt mir, dass ich euch unsere Gemeinschaft
kurz vorstelle.
Das Heim der Mutter ist das Geschenk, welches der
Herr seiner Mutter machen möchte und wofür Er uns alle nach
und nach ausgewählt hat. Durch den Heiligen Geist führte uns
der Herr zu Unserer Mutter, andere Male wiederum war Sie es, die unsere
Begegnung in die Wege leitete.
Das gesamte Werk, durch die Inspiration Unserer
Lieben Frau vom Berg Karmel ins Leben gerufen, hat als Ziel die Heiligkeit
seiner Mitglieder, welches innerhalb der Kirche durch die drei Missionen,
die ihm zueigen sind, ausgedrückt wird:
- Die Verteidigung der Eucharistie
- Die Verteidigung der Ehre Unserer Mutter, ganz besonders im Privileg
ihrer Jungfräulichkeit
- Die Eroberung der jungen Leute für Jesus Christus
Diese Aufträge stehen im Dienst der Kirche
und der ganzen Menschheit.
Fühlst du dich dazu ermutigt, auf welche
Weise auch immer – durch Opfer, Gebete, Mitarbeit oder finanzielle
Unterstützung – bei diesem Werk, das, wie wir glauben, zum
Wohlgefallen Gottes ist, mitzuarbeiten, so verschließe dein Herz
nicht, wenn du heute die Stimme Gottes hörst, die dir sagt: „Komm,
folge mir nach!“.
Es handelt sich um ein Werk, dass in seinen Anfängen
steht.
Mit diesen Zeilen lade ich dich dazu ein, mit uns
zu kommen, um für die Herrlichkeit Gottes, Unserer Mutter, zum Wohl
der Kirche und der ganzen Menschheit, die so notwendig echte christliche
Werte benötigt, zu arbeiten.
Aus ganzem Herzen segne ich dich und all jene,
die du im Herrn liebst,
P. Rafael Alonso Reymundo
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Der
Gründer : P. Rafael Alonso
Reymundo
P. Rafael Alonso Reymundo wurde am 10. Jänner 1947 in Jerez
del Marquesado (Granada, Spanien) geboren. Er war das vierte von fünf
Kindern. Seine Eltern waren Herr Ramón Alonso, Tierarzt, und Frau
Carmen Reymundo. Am Feiertag der Aufopferung Christi im Tempel, dem 2. Februar
1947, wurde er getauft und unserer Heiligen Jungfrau Maria geweiht. Im Alter
von acht Jahren feierte er in der Pfarrkirche von Pozo Estrecho (Murcia)
seine Erstkommunion und mit zehn Jahren entdeckte er während der Anbetung
des Allerheiligsten Sakraments seine Berufung zum Priestertum; er verspürte
wie der Herr ihm sagte: „Du wirst Mein, ausschließlich Mein,
ganz Mein sein.“.
Im Jahre 1961 trat er in die „Katholische Jugend“ ein.
Nach dem Tod seines Vaters im November 1963 zog er mit seiner Familie nach
Madrid, wo er im Mai 1964 Mitglied der „Cruzada de Santa Maria“
(Kreuzzug der Heiligen Maria – für geweihte Laien) wurde.
1965 wurde er als Mitglied in die renommierte und ausgezeichnete „Spanische
Universitäts-Gründung“ (F.U.E.) aufgenommen.
Zwischen 1965 und 1970 studierte er an der Universität von Salamanca
Geisteswissenschaften und Philosophie, mit Schwerpunkt Geschichte und Geographie.
Das Studium absolvierte er im Juni 1970. 1972 bekam er von der F.U.E. ein
Stipendium, welches eine historische Untersuchung der in Zurückgezogenheit
lebenden geistlichen Bewegung Spaniens während des XVI. Jahrhunderts,
ermöglichte.
Im März 1976 erhielt er seine drei Missionen: Die Verteidigung der
Eucharistie, die Verteidigung der Ehre Unserer Mutter, ganz besonders im
Privileg ihrer Jungfräulichkeit und die Eroberung der jungen Leute
für Jesus Christus.
Im selben Jahr wurde er im bischöflichen Seminar von Toledo aufgenommen.
Am 6. Juli 1980 wurde er von Primas Kardinal Spaniens Don Marcelo González
Martín zum Priester geweiht. Ab diesem Zeitpunkt widmete P. Rafael
all seine Kräfte der Gründung dieser demütigen Pflanze der
Kirche, wie er immer zu sagen pflegt, welche das Heim der Mutter ist.
Bis 1999 setzte er seine Arbeit als Mittelschulprofessor fort. Er legte
nun das Lehramt zurück, um sich ausschließlich dem Heim widmen
zu können.
Wir, alle Mitglieder des Heims, danken ihm aus ganzem Herzen für seine
Selbstverleugnung und sein „Sich-ergeben“ in den Willen Gottes
und den Wünschen Unserer Gottesmutter. Wir bitten Gott den Allmächtigen
Vater, dass Er ihn noch viele Jahre an der Spitze des Heims erhalten möge.
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Interview
mit dem Gründer des Heims der Mutter
P. Rafael, wie enstand das Heim
der Mutter?
Das Heim der Mutter ist ein Projekt, das sich im Laufe der Zeit entwickelt
hat. Es ist kein Werk, das bereits zu Anfangszeiten definiert war; dies
würde bedeuten das Charisma gleich zu Beginn zu ersticken. Wir sind
davon überzeugt, dass das Heim der Mutter geradezu „von der
Mutter, unserer lieben Gottesmutter“ ist und wir ganz einfach nur
Instrumente sind. Sie ist es, die uns den nächsten Schritt zeigt,
den wir zu machen haben.
Wie hat sich die Idee der Gründung nun verwirklicht?
Ich hatte das Charisma und versuchte es an alle, die daran Interesse
hatten, zu übermitteln: die Verteidigung der Eucharistie, die Verteidigung
der Ehre Unserer Mutter, ganz besonders im Privileg ihrer Jungfräulichkeit,
und die Eroberung der jungen Leute für Jesus Christus.
Als ich zum Priester geweiht wurde, begann ich mein Apostolat mit den
jungen Leuten zu verstärken. Ich sammelte sie um mich herum. Zuallererst
kultivierte ich ihr geistliches Leben, damit sie in der Gnade Gottes lebten
und zeigte ihnen den Weg, in der Beziehung zum Herrn und Unserer Mutter
zu leben. Ich ermutigte sie ein ernstes Gebetsleben zu führen, regelmäßig
das Sakrament der Beichte zu empfangen, nach Möglichkeit die tägliche
Kommunion zu empfangen und jeden Tag mindestens ein Gesetzchen des Rosenkranzes
zu beten. Nach und nach legten sie die Versprechen zu einem verpflichteteren
christlichen Leben ab, die wir jetzt als Grundformeln für die verschiedenen
Verpflichtungsstufen im H.M.J. haben.
So entstand die erste Gruppe, die "Heim der
Mutter der Jugend" genannt wurde. Der weibliche Zweig entstand
am 29. Juli 1982 und der männlich am 27. Dezember 1983. Beide Zweige
erblickten am Grab des hl. Petrus das Licht der Welt. Wir wollten so unsere
Treue zur Kirche und somit zum hl. Vater zum Ausdruck bringen.
Wie
entwickelte sich danach diese Gruppe junger Menschen
Als sie sich doch mehr und mehr zu Erwachsenen heranbildeten, mussten
sie klarerweise Entscheidungen treffen. Die erste Entscheidung war das
Absolvieren von Universitätsstudien. Da die Mehrheit von ihnen aus
Toledo stammte und jetzt auf die Universität nach Madrid gehen musste,
wurde in Betracht gezogen, sich in Internatsgebäuden Höherer
Bundeslehranstalten, in Wohnungen oder in Residenzen aufzuteilen, oder
auch in einer kleinen Wohnung in Untermiete zu wohnen, wo man gemeinsam
dieselbe Spiritualität leben konnte. Das war der erste wichtige Schritt..
Der zweite wichtige Schritt war die Gründung der Diennerinnen
des Heims der Mutter am 22. September 1984. Eine kleine Gruppe dieser
Mädchen aus der Jugendgruppe wollte sich mit ihrem ganzen Leben dazu
verpflichten, in Fülle die dreifache Mission des Heims zu leben.
Die ersten waren Mutter Anna, Schwester Reme und Schwester Conchi.
Welche Spiritualität zeichnet das Heim
der Mutter?
Wir empfinden die Spiritualität des Heims als eine, von Gott
und Unserer Mutter empfangene Gabe. Wir sind eine kleine Pflanze, die
sich noch immer entwickelt. Täglich entdecken wir neue Aspekte und
Dimensionen dieser Spiritualität.
Unsere Spiritualität wächst aus unseren drei spezifischen Missionen:
der Verteidigung der Eucharistie, der Verteidigung der Ehre Unserer Mutter,
ganz besonders im Privileg ihrer Jungfräulichkeit und der Eroberung
der jungen Leute für Jesus Christus. Daher kommt es, dass unsere
Spiritualität folgendermaßen geprägt ist:
Eucharistisch: Die Eucharistie ist
das Zentrum unseres ganzen Lebens. In Ihr finden wir unsere Kraft. „Steh
auf und iss, denn sonst ist der Weg zu weit für dich!“ (1 Kön
19,7). Wir lieben Sie und versuchen Sie durch die tägliche Eucharistiefeier,
die Anbetung, etc. geliebt zu machen.
Marianisch:
Maria ist unsere Mutter, unser Modell und unsere Meisterin. Wir
wissen, dass Sie uns sehr nahe steht. Mit dem Skapulier stellen wir uns
unter den mütterlichen Schutz Unserer Lieben Frau vom Berg Karmel.
Apostolisch: Wir
wollen die jungen Leute hauptsächlich durch die Eucharistie und die
Heilige Jungfrau, als fundamentale Wege, zur Begegnung mit Jesus Christus
führen.
Das Heim der Mutter ist ein „Zuhause“, ein Familie…
in der die Mutter die Heilige Jungfrau Maria ist.
Das Heim ist das Geschenk des Herrn an Seine Mutter. Dafür wollen
wir, indem wir ihre Verfügbarkeit und innere Haltung der Ganzhingabe,
der Nächstenliebe und des Sichergebens in den Willen Gottes ohne
Maß nachahmen, immer mehr die Vollkommenheit anstreben.
Unsere Seele ist ein Tempel, der ausschließlich Gott gehört.
In diesem Tempel findet das Bündnis mit dem Herrn und unserer Gottesmutter
statt. Falls wir Sie lassen, lebt die Hl. Jungfrau in und unter uns, indem
Sie sich durch uns allen Menschen zu erkennen gibt. Die Heiligtümer,
die wir zu Ehren der Heiligen Jungfrau errichten wollen, müssen Äußerung
des Heiligtums unserer Seele sein.
Ein weiteres Kennzeichen unserer Spiritualität ist, dass sie die
Spiritualität der Karmeliter ist. Das Eigentliche dieser Spiritualität
ist die Suche der Einheit mit Gott am Gipfel des Berges, wo allein die
Herrlichkeit Gottes regiert. Diese Einheit wird durch das „Nichts“
erreicht, indem man die Welt zurücklässt, das heißt, durch
die Ganzhingabe an Gott: Ihn aus ganzem Herzen suchen.
Auch
die Treue zu Gott formt Teil unserer Spiritualität. Beim Einlassen
auf eine Verpflichtung mit Gott und beim Einhalten eines Weges der Treue
mit Ihm, taucht immer wieder große Angst auf. Viele Menschen können
sich gerade wegen ihrer Untreue nicht wirklich an Gott erfreuen. Die Treue
zu Gott bringt ständig Kreuz und Leiden mit sich, führt aber
dazu, dass uns der Herr dabei hilft, den totalen Sinn des Lebens, und
selbst der von uns zu erduldenden Leiden, zu entdecken, wie uns schon
der Hl. Paulus erklärt: „Für den Leib Christi, die Kirche,
ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi
noch fehlt.“ (Kol 1, 24).
Wir wollen unser Leben so gestalten, indem wir uns vollständig auf
Gott verlassen und Ihm vertrauen, das heißt, für Ihn vollständig
verfügbar sind. Die Früchte davon sind die wahre Freude, die
Einheit unter uns und die uneigennützige Liebe zur Kirche.
Das Ziel aller Mitglieder des Heimes muss die Identifizierung mit Jesus
Christus und die Umgestaltung in Ihn, ausgehend von den mütterlichen
Händen Mariens, sein.
Welche Bilanz ziehen Sie nach all diesen Jahren der Gründung
des Heims?
Es ergaben sich Dinge, die ich nicht vorhergesehen hatte. Der Geist
ist nicht vorhersagbar. Nicht wir sind es, die die Werke Gottes führen,
es ist Gott selbst, der sie leitet. Wir tun schon einiges, wenn wir dem
Herrn nicht allzu sehr dabei im Wege stehen. Es ist richtig, dass ich
überrascht bin wenn ich zurückschaue und betrachte, was sich
alles ereignet hat.
Vielleicht, hinsichtlich des Werks des Heimes, bin ich ein qualifizierter
Zuschauer von all dem, was Gott wirkt. Und als privilegierter Zuschauer
scheint mir auch das Wachstum der Gemeinschaft der Erwachsenen absolut
überraschend. Ein weiteres Motiv der Hoffnung ist die steigende Bestärkung
des Heims der Mutter der Jugend, und die Teilnahme der jungen Leute an
den von uns organisierten, unterschiedlichen Aktivitäten.
Wie
interpretieren Sie folgenden Satz: "Einzig allein auf Kosten von
Leiden wird Leben geschenkt."?
Diese Satz, der vom Gründer der Schönstattbewegung Pater
Kentenich stammt, las ich während meiner geistlichen Lektüre.
Und er beeindruckte mich ungeheuer; so sehr, dass ich mich erinnere, ihn
während vieler Predigten und Exerzitien oftmals wiederholt zu haben.
Dieselbe Erfahrung konnten wir im Heim machen, nicht nur ich, sondern
all jene, die wir sehr nahe an der Schaffung des Heims teilnehmen. Bedeutet
doch das Heim geistiges Leben, in der Seele Leben hervorbringen, was notgedrungen
Unannehmlichkeiten und Leiden mit sich bringt. Wir sahen es bereits in
Jesus Christus, und er selbst wies uns darauf hin: „Der Jünger
ist nicht größer als sein Meister, und wenn sie mich verfolgten,
werden sie auch euch verfolgen. Wenn sie mein Wort hielten, werden sie
auch euer Wort halten.“ (Joh 15,20). Folglich ist der Preis für
das Leben das Leiden, und wer nicht dazu entschlossen ist zu leiden, wird
niemals Leben hervorbringen können.
Welchen Rat können Sie uns noch zum Abschluss
geben?
Einzig und allein kann ich sagen, dass die Person, die sich vollständig
für Gott öffnet, trotz Leiden und Verfolgungen grundsätzlich
glücklicher ist. Deswegen, wenn es etwas gibt, das ich ihnen sagen
kann, so ist es, dass sie sich Gott öffnen sollen. Der Hl. Vater
erwähnte einen für mich sehr beeindruckenden Satz: „Nur
das Ewige kann das Herz des Menschen füllen.“. Wenn es eine
Schlussfolgerung gibt, die man daraus ziehen kann, nicht von dem, was
ich sagte, sondern von der Beobachtung des Hl. Vaters, so ist es notwendig,
dass sie sich Gott öffnen. Wie auch die Schrift sagt: „Siehe,
ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn einer meine Stimme hört
und die Tür aufmacht, bei dem will ich eintreten und das Mahl mit
ihm halten und er mit mir.“(Offb 3,20). So wollen wir nicht dumm
sein, sondern die Türen dem Herrn sperrangelweit aufmachen, der der
Einzige ist, der uns zufrieden stellen kann. Und von hier kann danach
alles Übrige abgeleitet werden. Doch, was bedeutet nun, sich Gott
öffnen? Sein Wort meditieren, es im Herzen aufnehmen, in die Praxis
umsetzen, ein ehrbares Leben führen, die Zehn Gebote leben, die Sakramente
empfangen, die das göttliche Leben vermitteln, usw. Jesus in den
Armen, in jenen, die Hilfe benötigen, in den Mitmenschen entdecken.
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