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Unser
Werden
Am
29. Juli 1982 gründeten mit der Hilfe von P. Rafael Alonso sechs
junge Mädchen, am Fuße des Grabes des heiligen Petrus –
um durch diesen Akt die Treue zum Heiligen Vater und den Wunsch, der Kirche
zu dienen, auszudrücken – die apostolische Gruppe, Heim
der Mutter der Jugend.
Es verstrichen nun zwei Jahre, während denen auch die Zahl der Mitglieder
des Heims anstieg. Einige dieser jungen Leute reiften mit der Hilfe des
Gebetes innerlich heran, wobei sie ständig Gott um Licht baten, um
ihren Platz im Dienst an Ihm zu erkennen. Von Mal zu Mal verstanden sie
besser, dass sie der Herr um noch mehr bat, als sie Ihm während diesem
Augenblick bereits gaben. Sie sollten die drei Missionen des Heims innerhalb
einer Ganzhingabe, eines gottgeweihten Lebens leben.
Doch
die Frage war nun, wie diese beiden Dinge vereinbart werden konnten. Keinesfalls
handelte es sich um ein Abenteuer, einen Traum oder ein Spiel eines Jugendlichen.
Es ging darum, etwas in Schwung zu bringen, das bis zu diesem Augenblick
noch nicht existierte, jedoch im Herzen dieser jungen Mädchen als
wahrer Ruf Gottes verspürt wurde, nämlich die Gemeinschaft der
Dienerinnen des Heims der Mutter ins Leben zu rufen.
Betrachtete man die Situation mit gläubigen Augen und verfügte
man über ein Minimum an Kenntnis der Kirchengeschichte, war die Gründung
einer religiösen Gemeinschaft nicht etwas allzu Ungewöhnliches.
Andernfalls müsste man annehmen, dass der Heilige Geist über
die letzten Jahrhunderte hinweg außer Atem geraten war, und aus
diesem Grund keine neuen Gemeinschaften mehr hervorrief. Doch keinesfalls
können wir die Wege des Herrn auf diese Weise beurteilen. Wäre
dies der Fall, wäre die Kirche schon vor einiger Zeit aufgrund fehlender
Inspiration und Unterstützung des Heiligen Geistes von der Oberfläche
verschwunden. Außerdem hatte eine jede religiöse Gemeinschaft
irgendwann einmal einen Anfang, der generell mit Unverständnis und
Schwierigkeiten verbunden ist. Sicher ist, dass die Hand Gottes dieses
demütige Pflänzchen seiner Kirche, das Heim der Mutter, ins
Leben rufen wollte. Und die Pflanze lässt nicht auf sich warten,
die angemessenen Früchte hervorzubringen.
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Die
Frucht öffnet sich Eine
Reise ins Ausland gab den nötigen Impuls, um die reife Frucht zu
öffnen. Josefina Rossi, unsere Verantwortliche des Heims der Mutter
in Belgien, bat P. Rafael darum, ihr Heimatland vom 5. bis 16. September
1984 zu besuchen, um bei dieser Gelegenheit das Heim der Mutter vorzustellen.
Bei dieser Reise wurde er von fünf Mädchen begleitet. Und es
war genau gesagt beim Verlassen der Kathedrale von Santa Gudula in Brüssel,
als P. Rafael verstand, dass der Augenblick der Gründung der Dienerinnen
des Heims der Mutter gekommen war. So machte er den Mädchen den Vorschlag,
mit der Gründung zu beginnen, waren doch sie es, die sich zu dieser
Mission gerufen fühlten und dies schon bei früheren Gelegenheiten
zu erkennen gegeben hatten.
Von nun an ging es rasant vorwärts. Vier der fünf Pilgerinnen
nach Belgien hatten sich entschlossen, am 22. September 1984 in Toledo
das auf stille Art und Weise zu beginnen, so dass es nur vor den Augen
Gottes ersichtlich war, was wir heute mit dem Namen „Dienerinnen
des Heims der Mutter“ kennen. Zwei Monate später entschied
sich die fünfte Pilgerin, denselben Schritt zu wagen. Vier von ihnen
waren bereits unter den ersten sechs Mädchen, die ihr Versprechen
zum ersten Mal in Rom abgelegt hatten (Mavisa,
Ana, Reme und Conchi). Zwei zogen sich später zurück um dem
Herrn auf andere Weise zu dienen.
Es blieben drei Dienerinnen mit einem sehr klaren Wunsch: Jesus Christus
mit einem Leben in Vollkommenheit zu folgen, sich zu Lebzeiten Ihm zu
weihen, jedoch mit der Besonderheit, die das Charisma des Heims selbst
war: die Eucharistie, die Ehre Unserer Mutter, besonders das Privileg
Ihrer Jungfräulichkeit zu verteidigen und auf eine beständige
Art und Weise für die Eroberung junger Menschen für den Herrn
zu arbeiten.
Das
Bewundernswerte daran war, dass sie ständig von einem einheitlichen
Geist bewegt wurden. Sie hatten keine Meisterin an ihrer Seite, die sie
in einen Schnellkurs über „Wie wird man in kürzester Zeit
Schwester“ einführte. Einzig und allein der Heilige Geist,
der sich in ihre Herzen ergoss, war Wegweiser und Feuer, das sie entzündete,
um dasselbe zu fühlen, zu suchen, zu leben und zu lieben. Typisch
für den Geist ist die Einheit. Unsere ersten Schwestern hielten Besprechungen
über das Ordensleben ab und stimmten dabei bis ins kleinste Detail
überein: Sie wollten ein weißes Ordenskleid als äußeres
Zeichen der Weihe an Gott tragen, verstanden auf dieselbe Weise den Gehorsam,
die Armut, die Keuschheit, das Gemeinschaftsleben…
Jedoch fehlte es auch niemals an Schwierigkeiten und Unverständnissen
jeglicher Art, die man der Gründung in den Weg legte. Und doch wurde
die Berufung als Dienerin aufgrund dieser Hindernisse höchstens bestätigt.
Nicht nur das. Man könnte behaupten, dass gerade wegen dieser Hindernisse
weitere Mädchen nachkamen, die ebenfalls um die Aufnahme in eine
Gemeinschaft baten, die in den Augen der Menschen nicht wirklich existierte.
Später konnte man oftmals vernehmen: „Wie ist es überhaupt
möglich, eine Berufung als Dienerin zu haben, wo sie doch gar nicht
existieren?“ Aber es ist unsinnig so zu denken. Wie konnte denn
die heilige Theresa von Avila eine Berufung als unbeschuhte Karmeliterin
haben, existierten diese doch auch nicht, bis sie von ihr gegründet
wurden?
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Ein
entscheidender Schritt
Das
Jahr 1989 war für die Dienerinnen lebenswichtig. Nach fünfjähriger
Reife in Stille kam der Augenblick des ernsthaften Durchbruchs, um sich
einen Weg zu bahnen. P. Rafael bekam von seinem Bischof, dem Kardinal
von Toledo, D. Marcelo González Martín, eine schriftliche
Erlaubnis, die ihm ermöglichte nach Santander zu ziehen, um dort
in einer Höheren Bundeslehranstalt Geographie und Geschichte zu unterrichten.
Durch die Nähe des Gründers und durch den damaligen Diözesanabgeordneten
für Ordensleute, P. Jeremías Rodríguez Pastrana, mit
dem wir im September desselben Jahres ins Heilige Land pilgerten, ermutigt,
legten wir Dienerinnen dem Bischof von Santander unsere ausgearbeiteten
Ordensregeln vor.
Der 8. September 1989, Festtag Maria Geburt, war für uns ein Tag
der Herrlichkeit. Die drei ersten Dienerinnen legten vor dem Diözesanabgeordneten
für Ordensleute im selben Haus von Nazareth, in dem Maria dem Herrn
ihr „Ja“ gegeben hatte, ihre ersten Gelübde für
drei Jahre ab. Die Feier wurde um zwölf Uhr mittags beendet. Die
Glocken der Basilika schienen voller Freude zu läuten. Alles war
von der Vorsehung so perfekt geplant, dass es uns als Bestätigung
Gottes diente, richtig gehandelt zu haben.
Der
Obere der Franziskaner öffnete uns die Tür zum Haus der Hl.
Jungfrau, um dort den Engel des Herrn in Begleitung einiger Lieder beten
zu können. Wir waren erfüllt von all der Freude, die später
noch anstieg, als der Obere während des Essens zurückkehrte
und vorschlug, uns die Tür zum Haus der Hl. Jungfrau vor Beginn der
Besuchszeit nochmals zu öffnen, damit wir dort beten und singen könnten.
Was kann man denn noch mehr erwarten? Es handelte sich um eine besondere
Aufmerksamkeit Unserer Mutter, die Sie dem ganzen Heim geschenkt hatte.
Uns, die wir das Geschenk des Herrn an Seine Mutter sind, empfängt
Sie an Ihrem Geburtstag persönlich in Ihrem Haus. Nicht wir waren
es, die sich Ihr schenkten, sondern Sie selbst war es, die uns beschenkte.
Nach der Rückkehr von unserer Pilgerreise ins Hl. Land begannen
wir in Zurita (Kantabrien) zu leben. Zu dieser Zeit waren wir sechs Schwestern
und zwei Kandidatinnen. Diese Jahre lebten wir mit vielen Kämpfen
und Widersprüchen, jedoch mit einer unglaublichen Freude, die mit
nichts zu vergleichen war. Wir hatten das Privileg, die ersten Augenblicke
einer Gründung in der Kirche zu erleben und als Zeichen der höchsten
Anerkennung wurde uns das Kreuz des Herrn auferlegt.
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Die
Kirche unterstützt uns
Im
August 1993 kehrten einige italienische Freunde von einer Pilgerreise
nach Casia, wo sich der unversehrte Körper der heiligen Rita von
Casia befindet, zurück. Sie waren voller Begeisterung, und als sie
unsere Schwierigkeiten begriffen, die dem Fortgang unserer Gemeinschaft
immer weniger Möglichkeiten boten, erklärten sie: „Die
heilige Rita von Casia ist die Fürsprecherin aller unmöglichen
Dinge. Sie wird euch geben, worum ihr sie bittet, jedoch müsst ihr
als Ablauffrist ein Datum festsetzen.“ So taten wir dann auch, mit
dem Vorsatz nach Casia zu pilgern, falls sie es uns gewährt. Wir
gaben der heiligen Rita einen Zeitraum von anderthalb Jahren, das heißt,
bis März 1995, um das Problem zu lösen. Wir beteten, wir hofften…
Und die dunkle Nacht verwandelte sich in hellen Tag.
Unsere Brüder, die Diener des Heims der Mutter, befanden sich zu
dieser Zeit in Priego (Cuenca). Der hiesige Pfarrer, D. Eusebio Buendía,
suchte zu diesem Augenblick Schwestern, die ein kleines Altersheim von
acht älteren Leuten betreuen könnten. Als der Bürgermeister
den Pfarrer um die Schwestern bat, empfahl ihm dieser nach Lourdes zu
gehen, um dort ein Wunder zu erbitten. In diesem Moment traten wir in
das Geschehen ein. Wir
wurden von Unserer Mutter nach Priego geführt, denn der Tag, an dem
uns D. Eusebio seine Bitte vorbrachte, war der 16. Juli, das Fest Unserer
Lieben Frau auf dem Berge Karmel, und da wir alle im Heim an der Spiritualität
der Karmeliter teilnehmen, ist dies ein Tag innigster Ergebenheit an die
Jungfrau Maria. Aufgrund dieser Tatsache öffnete uns die Diözese
von Cuenca ihre Türen. Wir stellten nun dem damaligen Bischof D.
José Guerra Campos, der inzwischen verstorben ist, unsere Statuten
vor.
Die heilige Rita wartete somit die gesetzte Frist nicht ab. Monate vor
Ablauf der Frist, am 8. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis,
übersandte Monsignore José Guerra Campos die Verordnung der
kanonischen Errichtung als öffentliche Vereinigung Gläubiger,
religiöses Institut in Ausbildung. Wir zweifeln keinen Augenblick,
dass Mamie, jene Seele, die sich für das Heim der Mutter völlig
aufopferte und vier Monate vorher verstorben war, in diesem Anliegen unsere
Fürsprecherin war.
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Der
Herr segnet uns
All
die Jahre hinweg gründete sich unsere zurückgelegte Wegstrecke
in denselben Prinzipien unserer Anfänge: jederzeit und in allem Gott
treu bleiben und unsere Berufung in Fülle innerhalb der Heiligen
Kirche zu leben, wobei wir davon überzeugt sind, dass es sich nicht
um unser, sondern um Sein Werk handelt, und unsere Aufgabe darin besteht,
den uns von Ihm in Tongefässen anvertrauten Schatz zu bewahren und
zu verteilen. Ungeachtet dessen, wurde Gottes Hand aufgrund unserer vielen
Unvollkommenheiten nicht davon abgehalten, diese kleine Pflanze der Kirche
mit weiteren Schwestern zu segnen.
Zurzeit leben wir äußerst intensive Momente, Momente, die durch
viele Gnaden Gottes gezeichnet sind. Niemals wünschten wir anders
leben zu wollen, als mit diesem Gründungsgeist, der von einem ganz
besonderen Feuereifer durchzogen ist. Wir
alle sind dem Herrn brauchbar, wie klapprig und schwach wir uns auch erkennen,
so dienen wir Ihm immer wieder als Stufen, auf denen Er zu den Seelen
herabsteigen kann. Es ist die Liebe Gottes, die uns zu einer geistlichen
Familie macht, um in ihr die gleichen Regeln des Lebens zu leben:
„Wir alle, die wir im Laufe der Zeit von Gott dazu gerufen werden,
mit größerer Vollkommenheit als Mitglieder an dem Geschenk
teilzunehmen, das der Herr seiner Mutter machen möchte, vereinen
uns als Dienerinnen im Heim der Mutter. Wir alle stellen uns unter den
mütterlichen Schutz Marias, um durch die Nachfolge Christi in seiner
Kirche die Heiligkeit zu erlangen. Unsere besondere Mission ist: die Verteidigung
der Eucharistie, die Verteidigung der Ehre Unserer Mutter, ganz besonders
im Privileg ihrer Jungfräulichkeit und die Eroberung der jungen Leute
für Jesus Christus.“
(Erste Regel der Statuten der S.H.M.)
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Unsere
Mission
-
Als Liebesschatz unseres Gemahles Jesus Christus, haben wir die Mission
der Verteidigung der Eucharistie empfangen. Und aus diesem Grund binden
wir uns mit dem Ablegen eines Gelübdes, die Eucharistie in und falls
nötig mit unserem Leben zu verteidigen.
- Die Jungfrau Maria ist unser Modell, unsere Mutter und unsere Meisterin.
Wir verspüren Sie ständig in unserer Nähe, ganz so, als
würde Sie mitten unter uns leben. Und so legen wir auch ein fünftes
Gelübde ab, bei dem wir die Verteidigung all ihrer Privilegien und
Dienste, ganz
besonders ihre jungfräuliche Unversehrtheit, in und mit unserem Leben
versprechen.
- Die Eroberung der jungen Menschen für den Herrn ist unser vorrangiges,
jedoch nicht unser ausschließliches Apostolat.
Um die jungen Menschen dem Herrn zuzuwenden, bringen wir sie mit der Eucharistie
und der allerseligsten Jungfrau Maria in Kontakt. Wir selbst versuchen
uns für diese Aufgabe in der schwierigen Kunst der geistlichen Begleitung
zu bilden, um ihnen dadurch zu helfen, den Willen Gottes für einen
jeden einzelnen von ihnen zu erkennen.
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Unsere
Spiritualität
-
Die Dienerin des Heims der Mutter lebt eine Spiritualität der Nachahmung
von und Umgestaltung in Jesus Christus, vom Leibe der Heiligen Jungfrau
Maria ausgehend.
- Hinzu kommt eine Heiligstättenspiritualität, das heißt,
indem wir aus unseren Seelen eine exklusive Heiligstätte für
Gott machen, in der mit dem Herrn und mit der Jungfrau Maria der Bund
geschlossen wird, in der Sie ihren Thron errichtet, ihre Schätz verteilt
und Gnadenwunder wirkt.
- Danach bereitet sich die Dienerin noch darauf vor, das Geschenk des
Herrn an seine Mutter zu sein. Sie selbst wird dabei zu unserem Vorbild,
wobei wir ihre Verfügbarkeit und innere Haltung der Hingabe, der
Gottes- und Nächstenliebe und des Überlassens in Gottes Hände
nachahmen lernen.
- Weiters leben wir die Spiritualität der Karmeliter, das heißt,
wir leben die Einheit mit Gott durch das „Nichts“ des heiligen
Johannes vom Kreuz, um so die
Kundgebung der Herrlichkeit Gottes zu sein. Dieses sich leeren ist ein
eigentliches Sich-mit-Gott-füllen, ein Zulassen, dass Er es ist,
der in uns wirkt. Eine weitere Dimension dieser Spiritualität ist
die Treue zum empfangenen Charisma.
- Unserer Spiritualität ist dann auch noch das Vertrauen, die Ganzhingabe
und die völlige Verfügbarkeit zueigen, indem wir dazu bereit
sind, dort hinzugehen, wo auch immer uns der Herr mittels des Gehorsams
sendet.
- Wir Dienerinnen des Heims der Mutter bilden eine Familie, die sich
nicht aufgrund ihres Handelns, sondern aufgrund ihres persönlichen
Seins im Einverständnis mit Ihrem Charisma in der Kirche definiert.
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Unsere
Kennzeichen

Wir Dienerinnen versuchen
immer und überall mittels dieser drei Kennzeichen erkannt zu werden:
- der wahren Freude
- der Einheit unter den Schwestern
- der uneigennützige Liebe zur Kirche.
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Gemeinschaftsleben
Das
Gemeinschaftsleben, das die Stadt des Himmels und die Herrlichkeit der
Auferstehung vorwegnimmt, ist für eine jede Dienerin grundlegend
und darf keinesfalls uns selbst, sondern die Kirche und alle Menschen
als Ziel haben.
Unsere Gemeinschaft, muss unter dem Hauch des Heiligen Geistes und dem
mütterlichen Schutz der Jungfrau Maria zu einem Obergeschoss der
Nächstenliebe werden. Die Atmosphäre, in der das Gemeinschaftsleben
wächst, ist jene der Nächstenliebe, handelt es sich doch zur
selben Zeit um eine brüderliche Gemeinschaft und um eine Gemeinschaft
der Liebe.
Eine der wichtigsten Triebkräfte unseres Gemeinschaftslebens ist
die Stille, wobei es sich nicht um eine Stille handelt, die uns leeren
soll, sondern um eine Stille, bei der wir auf die Stimme Gottes hören
und uns mehr mit Ihm vereinen. Wir Dienerinnen beginnen diese Stille mit
der abendlichen Vesper und beenden sie mit dem morgendlichen Gebet. Unabhängig
von der halbstündlichen persönlichen geistlichen Lektüre
haben wir während der Essenszeit in Gemeinschaft geistliche Tischlektüre.
Jeden Morgen verbringen wir vor dem Allerheiligsten Sakrament eine Stunde
in stiller Anbetung, abends ein weitere halbe Stunde. Weiters beten wir
täglich den Rosenkranz, wobei wir diesen an Marienfeiertagen und
den an sie gerichteten Vespern noch feierlicher gestalten. Die Nacht von
Donnerstag auf Freitag verbringen wir der Reihe nach abwechselnd vor dem
Allerheiligsten Sakrament, wobei wir uns mit den Passionsleiden Christi
vereinigen. Auf dieselbe Weise versuchen wir, wohin wir auch gehen, in
den Pfarren die Anbetung des Allerheiligsten Sakraments einzuführen,
oder in vielen Fällen wieder einzuführen, in der Überzeugung,
dass Gott lebendig, wirksam und weiterhin tatkräftig ist, um die
Herzen der Menschen zu bekehren. Unsere Hauptaufgabe ist es, alle Menschen,
von groß bis klein, dem Allerheiligsten Sakrament nahe zu bringen,
den für den Rest sorgt schon unser Herr. Danach haben wir noch jeden
Monat einige Einkehrtage und jährlich Spirituelle Exerzitien, die
wir in Einsamkeit und Stille verbringen.
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