Anna M. Riordan
22 Jahre
Kalifornien (USA)
Was treibst du so zurzeit? Bist du beruflich tätig oder studierst du noch?
Im Mai 2003 schloss ich mein Diplomstudium auf der Universität „Ave Maria“ ab. Danach arbeitete ich während einem Jahr für die Universität und derzeit lebe ich in Spanien. Ich bin Kandidatin der Dienerinnen des Heims der Mutter.
Worin findest du Frieden?
Ich glaube, dass ich meinen Frieden in Christus erst dann wirklich fand, als ich zu beten und auf die Stimme des Herrn zu hören anfing und Ihn darum bat, dass sich in meinem Leben ausschließlich sein Wille erfülle, ohne dabei die Stimmen der Welt zu Wort kommen zu lassen.
Verspürst du des Öfteren den Wunsch zu weinen? Und was ist der Grund dafür?
Natürlich. Ich weine, wenn ich Christus am Kreuz betrachte und darüber nachdenke, wie sehr Er alle Menschen liebt und wie schlecht wir (bei mir angefangen) Ihn behandeln.
Wendest du dich oft an Gott, um Ihn um einen Gefallen zu bitten? Und wann?
Ich habe erst damit angefangen. Schritt für Schritt werde ich mir mehr darüber bewusst, wie sehr ich Ihn benötige und wie wenig ich mit meinen eigenen Kräften erreiche. Ich denke, dass ich deshalb immer häufiger zu Ihm eile, da ich von neuem sein Beispiel betrachten muss, um zu wissen, wie ich meine Mitmenschen zu lieben habe.
Wann bist du mit deiner Geduld am Ende?
Meine größte Schwachheit kommt dann zum Vorschein, wenn mich Gott darum bittet, meine Mitmenschen zu lieben. Wenn es nicht darum geht, die anderen ganz einfach „zu ertragen“, sondern ebenso jene zu lieben, mit denen ich nicht ganz so gut zurechtkomme, oder die vielleicht etwas lästig sind.
Welche Eigenschaft Gottes beeindruckt dich ganz besonders?
Seine ununterbrochene uneigennützige Liebe.
Welche Tugend schätzt du am meisten?
Die Liebe.
Welche Schwachheit würdest du gerne an erster Stelle aus deinem Leben verbannen?
Meinen Egoismus. Um so die anderen lieben zu können.
Sagst du immer alles so wie du es denkst?
Nein, nicht immer. Ich denke mehr als ich sage.
Was tust du, um inmitten der Welt zu überleben?
Tägliche Messe, Gebet und Gott alles darbringen, sowohl das Gute wie auch das Böse.
Hast du Angst vor dem Tod?
Vor dem Tod selbst nicht. Vielmehr davor, wie ich zur Stunde des Todes sein werde. Ich möchte so vorbereitet sein, dass ich im Augenblick des Todes direkt zu Gott gehen kann.
Wie würdest du gerne vor Gott treten?
Ich möchte, dass Er an mir nichts findet, was nicht von Ihm ist. Ich will ein reines Herz haben, in dem nur Er lebt.
Was verstehst du unter diesem Ausdruck „die Hände voll zu haben“?
Jeden Augenblick des Lebens für Ihn zu leben, indem ich meinen Nächsten so liebe, wie Christus ihn liebt. „Was ihr an einem eurer Brüder getan habt, habt ihr mir getan…“
Wie lautet dein Lieblingsgebet?
Es ist das Gebet des hl. Ignatius von Loyola, wo er sich vollständig Christus übergibt.
Was würdest du dem Herrn sagen, würdest du Ihn in diesem Augenblick begegnen?
Ich habe weiter nichts zu sagen, als dass ich dich liebe.
Vertraust du auf Gott?
Ich weiß, dass ich es tun muss, doch ist es für mich nicht immer ganz so einfach. Zu oft wünsche ich alles schön unter Kontrolle zu haben. Ich weiß, dass ich noch viel vollkommener auf Ihn zu vertrauen habe.
Was bedeutet für dich auf Gott zu vertrauen?
Unsere Zukunft und unsere Sorgen vollständig und tatsächlich der Obhut Gottes zu überlassen, indem wir alles mit einer heiligen Gleichgültigkeit betrachten.
Weiters müssen wir all seinen Eingebungen treu folgen, selbst dann, wenn wir oder andere Personen sie nicht verstehen.
Was bedeutet leben?
Tatsächlich zu leben bedeutet das Samenkorn zu sein, das in die Erde fällt, stirbt und Frucht bringt…
Alles für Gott tun; uns bewusst zu werden, das wir ständig darum kämpfen müssen, um besser zu sein. Zu leben bedeutet heilig zu sein, und die Heiligkeit ist nicht immer einfach, ist sie doch ein tägliches sich selbst sterben.
Und was ist nun sich selbst sterben?
Sich selbst sterben ist notwendig, um wahrlich zu leben. Wenn dies auch einen ununterbrochenen Kraftaufwand erfordert.
Betrachtest du dich als Optimist?
Ja, die meiste Zeit schon. Selbst in der Schwierigkeit oder einer schwierigen Situation versuche ich immer die schöne Seite zu sehen.
Hast du Angst vorm Leiden? Leidest du?
Halte ich meinen Blick aufrecht auf Christus gerichtet habe ich keine Angst. In meinem Leben habe ich aufgrund verschiedenster Gründe gelitten, doch Gott hat mir immer wieder Kraft und Hoffnung gegeben. Er lässt uns niemals im Stich, wenn es uns auch so erscheinen mag.
Besitzt du ein Lebensmotto?
Ja. „Jesus, ich vertraue auf dich“
Was betrachtest du in deinem Leben als besonders notwendig?
Christus für die Gabe seiner selbst unsere Dankbarkeit zeigen, indem wir während einem jeden Augenblick des Lebens als Apostel seiner Liebe handeln.
Glaubst du ein wagemutiger Mensch zu sein?
Nein, normalerweise nicht.
Was bereitet dir am meisten Angst, worum dich Gott in deinem Leben bitten könnte?
Das er mich zu etwas verpflichtet, wozu ich nicht das nötige Ausdauervermögen zu haben glaube, oder etwas zu tun, was die anderen vielleicht nicht verstehen werden.
VERVOLLSTÄNDIGE IN KURZFORM
Gott: Liebe
Anna: von Gott
Amerika: Hoffnung
Heim: Kirche
Himmel: Haus
Heiligkeit: Gnade
Leben: schön
Berufung: Ruf
Jugendliche: Potential
Arbeit: notwendig
Spanien: Liebe es!
Freude: Frieden
Jungfrau: Mama
Könnte ich doch… einen jeden Menschen von der erstaunenden Liebe Gottes und seiner Barmherzigkeit ohne Ende überzeugen.
Die Welt würde viel besser funktionieren… falls alle Menschen den Willen Gottes im Leben eines jeden einzelnen von ihnen suchen würden.
Mein großer Wunsch… ist, dass ein jeder Mensch fähig ist, die Liebe Gottes zu sehen und sein Leben für Gott zu ändern.
Ich bitte jedes Mal dann um Verzeihung,… wenn ich mit meiner Familie oder meinen Freunden eine Auseinandersetzung habe; wie der hl. Paulus sagt: „Die Sonne soll über euren Zorn nicht untergehen.“.
Ich würde… mein Leben nur für Christus … geben.


