Heim der Mutter*

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Home H.M. Jugend Aufgedeckt ist Zdenka Turková
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zdenkaZdenka Maria Turková

24 Jahre
Zliv (Tschechische Republik)

Zdenke, betest du? Wie sieht deine Beziehung zu Gott generell aus?
Ja, ich bete. Das Gebet ist für uns Menschen sehr wichtig. Im Kontakt mit Gott durch das Gebet findet er Trost, Verständnis, Wegweisung und teilweise selbst eine kleine Schelte vor.

Hast du bereits einmal die Barmherzigkeit Gottes erfahren?
Ununterbrochen und auf unglaublich große Artund und Weise. Ich lebte vorerst äußerst ungeordnet, und als ich danach mit 23 Jahren getauft wurde, vergab mir der Herr all meine Sünden und Fehler. Aus diesem Grund weiß ich auch jetzt, dass ich jedes Mal dann, wenn ich aufgrund meiner Schwachheit stürze, und Ihn mit Demut und Ehrlichkeit um Verzeihung bitte, Er mir wie zuvor vergibt. Welch eine Erleichterung!

Wie betest du in den schwierigen Augenblicken?
Ich eile zu unserem Herrn oder unserer Gottesmutter, und verstecke mich in ihren Händen.

Was betrachtest du als das beste Ereignis deines Lebens?
Ohne Zweifel ist es jenes, als ich den Herrn kennen lernte. Ihn zuerst kennen zu lernen und danach für immer bei Ihm zu bleiben.

Worin besteht deine größte Freude?
In Jesus Christus. Durch Ihn weint man selbst aus wahrem Glück.

Was würde dir am meisten Schmerzen bereiten?
Würde ich den richtigen Anhaltspunkt wieder verlieren.

Hat das Leben einen Sinn?

Natürlich. Noch viel mehr, als wir uns überhaupt vorstellen können, denn Gott liebt uns und bereitet für einen jeden von uns einen persönlichen Plan vor. Antwortest du nicht auf diesen Plan, den Er für dich vorgesehen hat, wer wird ihn dann verwirklichen? Jeder einzelne von uns hat diesen Plan, der aus persönlich er Liebe zu uns abgestimmt wurde, zu entdecken und auch zu erfüllen, um so den vollen Sinn unseres Lebens zu erhalten.

Hast du Angst vor dem Tod?
Manchmal. Andere Male wiederum sehne ich mich danach, da ich Ihn danach treffen werde.

Würdest du dich von Angesicht zu Angesicht mit Gott einfinden, was würdest du Ihm sagen?

“ Ich liebe dich.”

Wer ist die Heilige Jungfrau Maria für dich?
Sie ist meine Mutter. Bleibe ich auf dem Weg einmal stehen, so schiebt Sie mich weiter, und laufe ich einmal zu schnell, so bremst Sie mich ein. In Ihr finde ich Ruhe und in Ihr erneuere ich meine Kraft. Sie ist eine ganze Frau. Frau und Mutter, weshalb Sie für mich ein Vorbild ist.

Was ist das Schlimmste, das dir je zustoßen könnte?
Alleine zu leben, ohne meinen Gott, völlig hilflos meinem Elend überlassen zu sein.

Glaubst du, dass sich die Jugendlichen denken getrauen? Getraust du dich zu denken?
Ich denke schon, dass sie sich getrauen. Das Problem liegt darin, dass sie so erzogen werden, nicht zu denken und nicht zu lieben. Doch vertraue ich sehr auf die Jugendlichen. Es steckt eine ungemein große Kraft und viel Liebe in uns. Ich habe mich zu denken getraut, weshalb ich jetzt bin wo ich bin, und ich kann sagen, dass ich äußerst glücklich bin.

Worum würdest du Gott für die Jugendlichen bitten?
Nichts mehr als ich bereits tue. Ich bitte Ihn darum, ihnen all das Licht, all den Mut und all die Zärtlichkeit zu schenken, wie sie benötigen.

Was bedeutet für dich die Kirche?

Sie ist meine Sicherheit. All die Sakramente, die sie uns anbietet, einfach wunderbar.

Ist es das Leiden, das lieben lehrt, oder ist es die Liebe, die leiden lehrt?
Beides ist gültig. Das eine schenkt dem anderen Sinn.

Wie sieht dein Lebensideal aus?
In Ganzhingabe zu leben. Das zu leben, worum mich der Herr bittet, um nicht mich selbst und das Liebesprojekt des Herrn, das Er mir vorbereitet hat, zu gefährden.

Verspürst du manchmal den Wunsch einfach nur zu weinen? Und warum eigentlich?

Ziemlich oft. Das Warum ist sehr unterschiedlich. Vielleicht bin ich einfach eine Heulsuse.

Glaubst du, dass es gut ist, von Zeit zu Zeit zu weinen?
Ich bin mir ganz sicher. Nur der Mensch weint, das heißt, die Tränen machen den Menschen zu dem, was er ist: Mensch.

Wie lautet deine Lieblingsbibelstelle?
Ganz besonders gefallen mir die Stellen, wo Jesus mit den Frauen, der Samaritanerin und der Sünderin spricht, ebenso die Auferstehung des Lazarus und der Dialog mit Maria nach der Auferstehung unseres Herrn.

Was bedeutet für dieh Freiheit?
Für mich bedeutet Freiheit “atmen” zu können. Das wegnehmen zu können, was einen ersticken ließ. Weiters noch, in einem Umfeld zu leben, wo man dich “atmen” lässt und die “Luft” rein ist.

Fühlst du dich frei?
Ja. Gott sei Dank kann ich jetzt nach vielen Jahren schrecklicher Atemschwierigkeiten endlich wieder richtig “durchatmen”.

Wie betrachtest du deine Vergangenheit?
Wie eine sehr schmerzhafte Erfahrung (ich wurde im Atheismus groß gezogen und lebte sehr schlecht), die mir jedoch auf gewisse Weise half, um für ein neues Leben wegzustarten.

Und dein gegenwärtiges Leben?
Sehr gut. Ich bin ehrlich gesagt sehr zufrieden mit mir und mit meinem Leben.

Und deine Zukunft?
Diese liegt in Gottes Händen.

Wem würdest du gerne ähnlich sein?

Unserer über alles geliebten Gottesmutter natürlich.

Welchen Menschen bewunderst du am meisten?

Noch immer bewundere ich unseren ehemaligen Heiligen Vater Johannes Paul II. Hoch lebe er.

VERVOLLSTÄNDIGE DIESE SÄTZE:
Das größte ist… die Liebe Gottes.
Würde ich noch einmal zur Welt kommen… ist bereits geschehen.
Es deprimiert mich… wenn ich nichts tun kann.
Ich würde meinen geistlichen Rucksack… mit der Heiligen Jungfrau … füllen.
Und am Ende des Weges… Friede.
Ich bitte jedes Mal dann um Verzeihung… wenn ich von neuem stürze.
Ohne darin nachzulassen, suche ich… bis ich Gott gefunden habe.
Niemals dachte ich… dass sie ähnliches ereignen könnte, was mir passiert ist.
ANTWORTE MIT EINEM WORT:

Gott: allmächtig
Familie: Sicherheit
Liebe: Gott
Geduld: oje
Tugend: wunderschön
Himmel: Freude

Hölle: Schmerz
Jesus: Liebe
Russland: Mission
Zdenka: ich
Freunde: Freude
Computer: Organisation

© HM Zeitschrift Nr.18 - Juli/August 2005