Heim der Mutter*

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Home H.M. Jugend Aufgedeckt ist Africa Lowe Diez
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africaAfrica Lowe Diez

20 Jahre
Madrid (Spanien)

Africa, was bedeutet glücklich zu sein?
Glücklich zu sein bedeutet mit dir selbst, doch vor allem mit Gott im Frieden zu leben. Nur so ist es möglich glücklich zu leben, selbst dann, haben wir zu leiden. Gutes zu tun und zu wissen, dass wir Gutes tun, ist ebenso wichtig. Doch müssen wir stets auf Gott vertrauen und verstehen, dass Er alle Dinge erneuert und uns nie im Stich lässt.

Bist du glücklich?
Ich denke schon. In Wahrheit bin ich jedes Mal dann glücklich, lebe ich in Gottes Nähe. Ohne Gottes Hilfe wäre ich vielleicht zufrieden, jedoch nicht glücklich. Hier sei noch erwähnt, dass ich das gerade Erwähnte in meinem eigenen Leben erfuhr!

Worin besteht die Freiheit?
Indem wir Herr unserer selbst sind. Keinesfalls besteht sie im Tun und Lassen von dem, was mir gerade Spaß macht, wird diese Definition der Freiheit auch heutzutage als die einzige betrach-tet. In Wahrheit bedeutet diese Art an Freiheit Sklave der eigenen Leidenschaften, Gefühle, Behagen,… zu sein, bist du ihnen doch vollständig ausgesetzt, ohne ihren Launen widersprechen zu können. (Außer dich versklavt zu haben, hat es eine schreckliche Leere zur Folge). Ist man jedoch Herr über sich selbst - wobei ich mich nicht so sehr auf stoische, sondern viel mehr „auf christliche“ Weise (mit der Gnade Gottes) beziehe - so ist man frei.

Welcher ist der beste Weg?

In diesem Leben müssen wir alle unseren eigenen Weg gehen. Und solange wir den richtigen Weg folgen, können wir nicht sagen, dass einer besser oder schlechter ist. Der Schlüssel liegt darin, ehrlich zu sich selbst, zu Gott und zu den Mitmenschen zu sein, und das tun, was man als Gottes Willen erkennt.

Wie gelangt man durch das enge Tor?
Indem man Gott liebt und sich auf Ihn stützt. Ohne Ihn sind wir völlig nutzlos. Natürlich dürfen wir auch die Hl. Jungfrau nicht vergessen, die stets bereit ist, uns durch das enge Tor zu helfen.

Könntest du behaupten, dass dein Leben Gott gehört?
Jetzt schon, gibt es auch noch viele Dinge zu verbessern. Augenblicke, in denen ich schlecht (sehr schlecht) gehandelt und selbst auf Gott völlig verzichtet hatte. Doch auch in diesen Zeiten hatte ich stets die Sicherheit, dass Er mich wieder aufhebt, mir verzeiht (falls ich Ihn um Verzeihung bitte) und mir die nötige Gnade gibt, um meinen Weg fortsetzen zu können. Er liebt mich trotz meiner Fehler und wartet am Kreuzweg auf mich, wo Er selbst zu Boden stürzt, damit ich mich mit Ihm erheben kann, weiter geht, damit ich mit Ihm gehe und stirbt, damit ich mit Ihm lebe. Nur Er kann mein Leben in das Seine verwandeln.

Hörst du auf Gott?
Ich versuche es, doch habe ich noch sehr viel zu lernen. Manchmal ist es leichter auf Ihn zu hören, als das Gehörte danach im Leben zu verwirklichen.

Fällt es dir schwer das zu tun, worum Er dich bittet?
Ja, obwohl ich weiß, dass Er mir stets die nötige Gnade schenkt. Doch ist es schon richtig, sagt man, dass es aufgrund unserer Faulheit, unserer Ängste, usw. ab und zu sehr schwierig ist. Gott aber verlangt von uns nie mehr, als wir tatsächlich tun können. Das Gute ist, das Er uns sehr gut kennt und von unseren Schwächen weiß.

Was berührt dich am meisten?
Die Gewalt, selbst in ihren spitzfindigsten Formen (wird über jemanden schlecht gesprochen, werden Gerüchte verbreitet,…). Sie hat mich schon immer beeindruckt und Unbehagen in mir hervorgerufen. Hin und wieder bringt sie mich völlig aus dem Häuschen (ich verstehe einfach nicht, wie Gott so viel Gewalt zulassen kann). Sehr schwer fällt mir etwas mit Nachdruck zu sagen oder danach zu handeln. Ebenso, mit meinem Glauben kohärent zu sein.

Und was berührt dich auf positive Weise ganz besonders?

Fröhliche und gute Menschen, die in Gottes Nähe leben und Beispiele unglaub-licher Großzügigkeit sind. Denn danach wünsche auch ich so zu leben. Ich denke: „Auch ich möchte mich den Menschen auf diese Weise nähern, indem ich sie liebe und mich ihnen vollständig schenke!“

Wie würdest du dich beschreiben?

Ich weiß nicht! Alles Gute in mir habe ich von Gott und all das andere… Ich bin einer von jenen Menschen, der gerne mit jedermann auf gutem Fuße steht (und grundsätzlich gelingt es mir auch), von den anderen geliebt und gerne gehabt werden möchten…

Würdest du dich als Optimist einstufen?
Ja, wenn auch hin und wieder etwas zu optimistisch. Des Öfteren sagt man mir, dass ich nicht wirklich realistisch bin.

Weshalb würdest du „nein“ zur Traurigkeit sagen?

Da man nicht glücklich ist. Sie führt dich zur Hoffnungslosigkeit, schließt dich völlig von der Außenwelt ab und führt dich von Gott weg. Ich denke, dass sie vom Teufel stammt.

Welche Tugend würdest du als äußerst wichtig betrachten?

Die Demut. Sie ist die Grundlage aller anderen Tugenden. Doch spreche ich jetzt von der wahren Demut, durch die wir in uns sowohl das Gute wie auch das Schlechte erkennen.

Welche Tugend hebt sich bei dir besonders hervor?

Ich weiß nicht. Ich denke, dass sie andere Menschen besser als ich selbst erkennen. Vielleicht ist es, Gott für all die vielen guten Dinge dieser Welt und für so viel Schönheit zu danken. (Ich weiß nicht, ob es sich dabei um eine Tugend handelt, denn andere Male wiederum werde ich über Ihn zornig, sehe ich die vielen schrecklichen Dinge dieser Welt und verstehe das Warum ihrer Gegenwart nicht.)

Wie würdest du die Freundschaft definieren?
Als aufbauende zwischenmensch-liche Beziehung. Ein sich zu bessern helfen. Sich trotz der Fehler gegenseitig gerne zu haben, sich gegenseitig zuzuhören, sich tatsächlich wohl fühlen, ist man ganz selbst, falls nötig, sich ebenso gegenseitig verbessern, einfach gut auskommen… Und hier könnte ich unendlich fortsetzen! Ich denken, dass die Freundschaft, handelt es sich um eine wahre Freundschaft, eine Widerspiegelung der Liebe Gottes ist.

Wie findet man einen Freund?

Man findet ihn nicht, Gott führt dich zu ihm.

Wie würdest du dein Leben bis zum heutigen Tag zusammenfassen?

Als durchaus bunter Weg. Schwierige Augenblicke, mit Steinen, Hecken und dunklen Wäldern. Und etwas bessere Augenblicke mit blumenübersäten Feldern und selbst einem kleinen Bach, der hin und wieder Wasser führt.

Blickst du am Lebensende zurück, wie wünschst du die Vergangenheit zu sehen?
Ein Leben voller Liebe, das ich in Jesu und Marias Nähe gelebt habe. Ein Leben, das ebenso andere Menschen in den Himmel gebracht hat.

 

VERVOLLSTÄNDIGE IN KURZFORM:
Die Welt würde viel besser funktionieren…
würden wir nicht ununterbrochen an uns selbst denken, sondern uns einmal umsehen und den anderen helfen.
Ich denke, dass…
wir uns nicht wirklich bewusst sind, wie viele unglückliche Jungendliche es gibt, die lautstark nach Gott rufen, sind sie sich auch selbst nicht darüber bewusst.
Mein größter Wunsch ist…
mit jenen Menschen, die Gott an meine Seite stellt, mit meiner Familie und meinen Freunden, in den Himmel zu kommen.
Jeder neuer Tag…
ist ein großes Geschenk, bekommen wir doch eine weitere Gelegenheit besser zu sein und uns Gott zu nähern.
Das Problem von uns Christen ist, dass…
wir keinen Glauben besitzen. Deshalb sind wir auch so schwach.
Ich werde meine Jugendzeit aufbrauchen,…
indem ich den anderen so gut wie möglich helfe.
Am Ende des Weges werde ich ausrufen: …
“Herr, hier ist deine kleine Katastrophe, doch habe ich es ver-sucht!“
Das Größte des Menschen ist…
seine Freiheit und seine Fähigkeit zu lieben.
Um Frieden zu haben…
muss ich ein ruhiges Gewissen haben.
Mein letzter Gedanke…
Die Hl. Jungfrau ist Mutter. Sie ist stets bei uns.
Und ich bitte jedes Mal dann um Verzeihung,…
wenn ich um Verzeihung zu bitten habe!!
Es fällt mir schwer…
mit meinem Glaubensleben hundertprozentig kohärent zu sein.