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Sage ich, „ICH BIN DAS HEIM“, so
be-deutet das, dass ich mit meinem ganzen Wesen verstehe, von Gott dazu
gerufen worden zu sein, für die Missionen des Heims der Mutter zu
arbeiten. Doch wie ging das eigentlich vor sich. Davon werde ich euch später
erklären, vorerst meine Geschichte.
Die Reise begann vor vierzig Jahren mit meiner Taufe in der Baptistenkirche.
Damit je-doch der Plan Gottes in mir verwirklicht werden konnte, brachte
Gott seine Mutter ins Spiel. Als kleines Mädchen hatte ich beinahe
keine religiöse Bildung, weshalb ich mit meinen Schwestern zur Sonntagsschule
gesendet wurde. Meine Mutter und mein Stiefvater gingen eigentlich nie
zur Kirche. Als die Zeit kam, in der ich getauft werden sollte, rief mich
unser Pastor in sein Büro und fragte mich, ob ich akzeptiere, dass
Jesus für meine Sünden gestorben war. Ich bejahte, und so wurde
ich einige Wochen später getauft.
Als ich den Film „Rebellische Engel“ sah, musste ich sehr viel
darüber nachdenken, dass katholisch zu sein eigentlich die beste Sache
war, die einem Mensch passieren konnte. Und ich glaube es noch immer! So
begann ich die Knie-beuge vor unserer Gottesmutter und ebenso das Kreuzzeichen
zu machen. Natürlich hatte ich keine Ahnung, was diese Zeichen bedeuten
könnten. Denke ich jetzt an diese Augenblicke zurück, stelle
ich mir vor, dass sie unseren Herrn zum Lächeln gebracht haben müssen.
Mit dem Verlauf der Jahre machte ich mir immer mehr Gedanken darüber,
bis ich selbst einmal eine katholische Freundin fragte, wie ich katholisch
werden könnte. Jedoch antwortete mir diese: „Du wirst entweder
so geboren oder nicht, das ist alles.“. Ich erinnere mich noch, wie
traurig ich darüber wurde, als sie mir diese Antwort gab, war es mir
doch nun unmöglich katholisch zu werden. Danach lernte ich meinen
wundervollen Gatten kennen, Stephen (ein Katholik, wenn auch zu diesem
Zeitpunkt nur dem Namen nach). Als wir uns zum zweiten Mal trafen erfuhr
ich, dass er katholisch war. So erklärte ich ihm, dass ich mich mit
ihm verheiraten werde und wir drei kleine Mädchen haben würden,
die wir Faith, Hope und Charity (Glaube, Hoffnung und Liebe) nennen würden.
Zehn Monate später waren wir verheiratet. Während der Hochzeit
dachte ich mir: „Wenn schon ich nicht katholisch sein kann, so werden
wenigstens meine Kinder katholisch geboren.“. Bald schon stellte
ich meiner Schwägerin alle möglichen Fragen über die Kirche.
Sie erklärte mir, dass ich den Pfarrer aufsuchen sollte, bei dem wir
zur Messe gingen und zu ihm sollte ich über meine Glaubensbekehrung
sprechen. Meine Seele sprang voller Freude!!! So fing ich mit dem Priester
einen Glaubenskurs an und einige Monate später wurde ich Katholikin!
Bis zum heutigen Tag blieb ich dem katholischen Glauben treu. Ich bat
unseren Herrn und unsere Gottesmutter immer wieder darum, mich an den
Platz zu
stellen, der für mich am besten sei. Während elf Jahren diente
ich als Katechet, genau die Zeit, die ich benötigte, um meine Kinder
für die Sakramente vorzubereiten. Weiters half ich bei einer Hausschulgruppe
mit, sah mir das Regnum Christi und den Opus Dei an, und selbst den Drittorden
der Karmeliter. Jedes Mal dann, wenn ich bei einer dieser Laienmissionen
teilnehmen wollte, verspürte ich einen tiefen inneren Kampf, bei dem
mir der Herr zu sagen schien: „Noch nicht.“. So bliebe ich
bei mir zu Hause und unter-richtete meine Kinder vierzehn Jahren lang,
während denen wir nur an jenen Dingen teil-nahmen, die meinen Kindern
einen geistlichen Gewinn bringen würden.
Nur einen Tag nachdem meine älteste Tochter Charity Rose das Gymnasium
ab-geschlossen hatte und sich darauf vorbe-reitete, auf der Universität
Christendom weiterzustudieren, rief mich meine Freundin Cynthia Gardner
an und stellte mir eine ent-scheidende Frage: „Glaubst du, dass es
Charity gefallen würde, mich bei meiner Spanienreise zu begleiten?“.
So fing ich gleich darüber zu beten an und verspürte tief in
meinem Inneren, dass dies der Wille Gottes war. Charity war damit einverstanden,
weshalb sie sich dann auch im Juli 2001 mit Cynthia auf den Weg machte.
Vielen meiner Freundinnen erzählte ich während dieser Zeit ihrer
Abwesenheit, dass ich irgendwie so das komische Gefühl hatte, meine
Tochter würde am Ende dieser Reise nicht nach Hause kommen. Zehn Tage
nach Charitys Abreise erhielt ich von ihr einen Anruf, bei dem sie mir
erklärte, dass sie gerne in das Heim der Mutter eintreten will. Da
ich wusste, was das alles so mit sich brachte, bat ich sie wie ursprünglich
gegen Ende ihrer Reise nach Hause zu kommen, um sich hier in den Vereinigten
Staaten darum zu kümmern, alle Papire geregelt zu haben. So baten
wir um ein Visum, wobei Charity arbeiten ging, um für den Rückflug
nach Spanien genügend Geld zu haben. Die Familie Gardner bot uns großzügig
an, für mein Flugticket aufzukommen, damit ich meine Tochter begleiten
könnte.
Einige Tage vor unserer Spanienreise brachte ich Charity zu meinem geistlichen
Leiter (Monsignore Dawson), der sich auf-grund eines bösartigen Krebs
im Spital befand. Dieser blickte Charity an und sagte: „Es gibt einen
Ruf, doch viele Häuser.“ Danach blickte er wieder zu mir und
setzte fort: „Wenn du ankommst und es dir ein zuhause erscheint,
lass sie dort. Falls nicht, nimm sie wieder mit nach Hause!“. Aufgrund
gewisser Umstände verzögerte sich unsere Abreise und wir mussten
die Reise auf den 6. Jänner verschieben.
In Spanien angekommen wurden wir von der Gemeinschaft herzlich empfangen.
Ich war von den Reisestrapazen und der Auf-regung völlig erschöpft.
Während dem ersten Mahl brach ich in Tränen aus und mir wurde
angeboten, etwas auszurasten. Als ich wieder erwachte, zeigte mir P. Rafael
das Fernseh-studio, die Zeitschrift und die verschiedenen Projekte. Danach
kehrten wir nach Barcenilla zurück, wo wir eine Versammlung hatten.
Bereits während der ersten Messe wusste ich ohne irgendeinem Zweifel,
dass wir beide, meine Tochter und ich, zuhause waren.
Während der Hausschuljahre meiner Kinder lernte ich sehr viel über
den Glauben. Ich wusste, dass ich meine Kleinen für die Berufung vorbereiten
musste, die Gott für sie vorgesehen hatte. Am Tag der Taufe unserer
Kinder weihten wir sie alle der Jungfrau Maria. Ich bat unsere Gottes-mutter,
dass Sie die Lehrerin sei, wobei wir durch diese Gebete später viele
Gnaden erhalten hatten. Meine älteste Tochter Charity ist zurzeit
Novizin. Meine zweite Tochter Hope Kandidatin. Meine dritte Tochter Faith
ist sich über ihre Berufung noch nicht ganz im Klaren (sie ist erst
siebzehn Jahre alt, doch offen den Willen Gottes augenblicklich anzunehmen).
Mein Sohn Matthew wünscht sich nichts anderes als im Heim der Mutter
Priester zu werden.
Als Katholiken wissen wir, dass es keine Zufälle gibt. Meine Bekehrung
zur Heiligen Katholischen Kirche Roms war kein Zufall. Auch war es kein
reiner Zufall, dass meine älteste Tochter das Heim der Mutter kennen
lernte. Gott brachte mich zum Glauben, damit Er danach meine Kinder zum
Heim der Mutter bringen konnte, und das ist es auch, was es für mich
bedeutet. Für den Rest meines Lebens müssen meine täglichen
Beschäftigungen meine Dankbarkeit für diese Gnaden ausdrücken.
Ich kann jetzt nicht mehr den Rückweg einschlagen und die Mission,
die mir der Herr und unsere Mutter anvertraut haben zurück-lassen.
Noch weniger wünsche ich all das zurück-zulassen, was Gott für
mich getan hat, um danach zum sündigen Leben zurückzukehren.
Ich hoffe, dass man mich jetzt nicht falsch versteht. Ich weiß, dass
ich täglich Entscheidungen entgegen den Willen Gottes treffe und täglich
diese sünd-haften Entscheidungen bereuen muss. Tag für Tag muss
ich für das Getane und das Unterlassene Rechenschaft ablegen.
Stehe ich nun frühmorgens auf und weihe mich dem Heiligen Herz Jesu
und dem Unbefleckten Herz Mariens mit den Weihegebeten des Heims der Mutter,
bitte ich sie ganz einfach darum, meine täglichen Hand-lungen anzunehmen
und für das Wohl des mystischen Leibes Christi zu verwenden. Der Herr
muss mich durch meine Anstrengungen und Stürze heiligen, indem Er
das Gute an sich nimmt und mich von dem reinigt, das nicht gut ist. Das
ist seine Arbeit nicht meine, und möge Er sie zu Ende bringen. Die
hl. Bernardette Soubirous sagte: „Ich bin der Besen, den unsere Gottesmutter
verwendete und danach wieder in die Ecke stellte.“. Tagsüber
verliere ich oftmals mein Ziel. Der Feind ist niemals zu weit entfernt,
flüstert uns immer wieder Mutlosigkeit ins Ohr, bis ich ihn Lügner
nenne. Unsere Gottesmutter hat mir eine große Gnade gereicht, durch
die ich verstehe, dass meine Seele nur durch Jesus geheiligt werden kann.
Den Weg, den Gott für mich auserwählt hat, ist das Heim der Mutter
aller Menschen, Mutter der Jugend. Wer bin schon ich, um mit Gott darüber
zu diskutieren? Auserwählt worden zu sein, um Teil vom Geschenk zu
formen, dass der Herr seiner Mutter machen möchte, ist eine sehr große
Ehre, die ich nicht wert bin. Täglich danke ich Gott für all
das, was Er in meinem Leben getan hat und ich verspreche, mit der Hilfe
von Jesus und Maria alles zu versuchen, um würdig zu sein. Vor allem
ist es eine Erfahrung der Demut und ein ununterbrochener Gedankenprozess
zu sagen: „Falls Gott es so wünscht, so wünsche auch ich
es. Was auch immer kommen mag, möge der Wille Gottes geschehen!“.
Ich schließe mit diesen Gedanken ab. Falls du dich dazu gerufen fühlst,
an der Mission des Heims der Mutter teilzunehmen, so um-arme die Möglichkeit
zu dienen, denn es ist die sicherste Möglichkeit deiner Heiligkeit,
zu der dich unser Herr ruft. Fliehe nicht vor den Verantwortungen, die
Gott für dich bereit-hält, denn außerhalb Christus gibt
es keine Glückseligkeit. Die Dinge, die dir die Welt anbietet, sind
von der Welt, die weder ewig sind, noch Freude bringen. Zusammenfassend:
Möchte Gott, dass du HEIM bist, ich zitiere unseren Gründer P.
Rafael, der wiederum unseren Herrn zitiert, „SO SEI DEM SO“.
©HM Nr. 20
November-Dezember 2005
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