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Hallo! Ich bin die Sr. Leticia Enriquez C. Die Frage ist, wie ich das Heim kennen lernte. Na gut. Ich kam in der Stadt Toluca in Mexiko zur Welt. Alles fing im Jahr 1998 an, als einige Freunde meiner Familie bei uns anriefen und uns zu einem Vortrag nach der Messe in einer Kirche in Mexikocity einluden. Der Kirche ist etwa eineinhalb Stunden von meinem Elternhaus entfernt. Den Vortrag würde ein Priester, Gründer einer Ordensgemeinschaft, abhalten, der gemeinsam mit der Mutter Ana und noch einer Schwester in Begleitung aus Spanien angereist war. Der Vortrag würde über die Entstehung des Heims der Mutter und deren Mission sein.

Gemeinsam mit einigen Freunden einer Gebetsgruppe der ich angehörte (Jardin de Maria), und meinen Schwestern fuhr ich nach Mexiko. Nach der Hl. Messfeier und dem Vortrag hatten wir die Möglichkeit den Priester zu begrüßen. Er erklärte uns, dass sie sich noch während einigen Tagen in Mexiko aufhalten würden, weshalb wir sie darum baten, ebenso in Toluca vorbeizuschauen und auch dort über das Heim der Mutter zu sprechen. Sie nahmen die Einladung an und gemeinsam mit meinen Freundinnen und meinen Schwestern organisierten wir den Vortrag. Wir mieteten einen Saal und luden unsere Freunde, Familien und Bekannten ein.

Dieses Mal hatten wir zuerst den Vortrag und danach die Heilige Messe, bei der mit dem P. Rafael noch zwei Priester mitfeierten, P. Anselmo aus Cuernavaca und P. Vicente aus Monterrey, die höchst interessiert waren, das Heim der Mutter kennen zu lernen. Nach der Heiligen Messe luden wir sie zum Abendessen ein und versammelten uns im Haus von Alejandro Flores, einem Freund aus unserer Gebetsgruppe. So aßen wir und unterhielten uns gemütlich, wobei uns die Schwestern erzählten, dass sie bereits einige Liederkassetten aufgenommen haben, weshalb wir sie augenblicklich darum baten, uns von ihren selbstgeschriebenen Liedern vorzusingen. Und da sie keinen Ausweg mehr hatten, stimmten sie etwas zögernd an. Danach sangen auch wir ein Marienlied und erzählten ihnen ebenso von unseren Lebenserfahrungen. Da die Zeit unglaublich schnell verging, war auch der Abend schon angelangt, weshalb wir uns verabschiedeten und den P. Rafael um den Segen Gottes baten.

Nach ihrer Mexikoreise sandten sie uns ihre Zeitschrift. Und zwei Jahre später überreichten sie uns die Nachricht, dass der P. Rafael und einige Schwestern von neuem nach Mexiko und Toluca kommen würden, um in Toluca „Clara-Vision“, eine katholischer Fernsehsender, zu besichtigen, da auch sie einen Fernsehsender aufbauen wollten, um gute Kriterien weiterzugeben und dabei viele Menschen auf einmal erreichen zu können. Sie wollten nun die Handhabung der Kameras und der anderen Geräte erlernen.

So riefen meine Schwestern und ich all unsere Freunde an, um ihnen die gute Nachricht weiterzugeben, dass der P. Rafael und einige Schwestern wieder nach Toluca kommen würden. Wir baten P. Rafael, ob sie uns wie beim letzten Mal besuchen könnten, falls wir einen weiteren Vortrag organisieren würden, worauf er zustimmte. Nach dem Vortrag feierten wir wieder die Heilige Messe und machten uns danach auf den Weg zu einem Freund, wo wir auch dieses Mal eine nette Unterhaltung hatten. Meine Freundinnen und ich erklärten ihnen, dass wir gerne einmal nach Spanien fahren würden, um dort die Gemeinschaft kennen zu lernen, doch schien es aufgrund der Geldangelegenheit ziemlich schwierig zu sein. Seit bereits längerer Zeit fühlte ich meine Berufung als Ordensfrau, weshalb ich nun den richtigen Ort suchte. Ich war fest entschlossen, in einen Orden einzutreten, weshalb ich meine Arbeit aufgegeben hatte, doch musste ich jetzt wieder eine Arbeit mit einem besseren Gehalt suchen, damit ich so schnell wie möglich das nötige Geld für die Spanienreise beisammen hätte und so die Gemeinschaft kennen lernen konnte. All das erklärte ich den P. Rafael und den Schwestern. Doch P. Rafael fragte mich, weshalb ich nicht schon diesen kommenden Dienstag mit den Schwestern zurückfliegen möchte, fehlten doch schon nur vier Tage bis zu ihrem Rückflug nach Spanien. Da ich nur wenig Zeit zum überlegen hatte, musste ich schnell handeln. Ich dachte: „Warum eigentlich nicht, habe ich doch keine momentane Verpflichtung.“. (Ich hatte meine vorherige Arbeit zurückgelegt, und die andere Arbeitsstelle hatte mir noch keine Antwort auf meine Bewerbung gegeben.) So stimmte ich P. Rafaels Vorschlag freudig zu und seitdem bin ich hier in der Gemeinschaft. Und auf diese Weise ist es, wie ich das Heim kennen gelernt habe.

©HM Nr. 21 Januar-Februar 2006

 

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