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Sprechen wir mit...

 

 

Dieses Mal sprechen wir mit der Familie Lowe, die uns aus ihrem Leben als katholische Familie erzählt. Howard stammt aus England und Arantza aus Spanien. Insgesamt haben sie elf Kinder, von denen zwei bereits im Himmel sind. Arantza kü'fcmmert sich 24 Stunden pro Tag um ihre Familie und Howard arbeitet als Englischprofessor.

Howard und Arantza, wie habt ihr euch kennen gelernt?
H: Wir trafen uns eines Nachts in Madrid.
A: Um zwei Uhr früh in einer Bar, die bereits schließen wollte… Es war der Vorabend Unserer Lieben Frau von Almudena.

Ward ihr zu dieser Zeit bereits gläubig?
H: Ja, ich schon, doch sehe ich jetzt zurück, erkenne ich, dass ich achtsamer und mit mehr Disziplin gelebt haben könnte.
A: Ich war gegen alles, was die katholische Kirche so lehrte. Man könnte sagen, dass meine Haltung radikal links eingestellt war. Doch wovon ich träumte, als ich die linken Ideologien verteidigte, sah ich später in den Lehren Jesu Christi und in der Glaubenslehre der Kirche realisiert und leibhaftig.

Könntet ihr vielleicht den Werdegang eures Glaubens kurz beschreiben?
A: Als ich denjenigen kennen lernte, der später mein Ehemann sein würde, sträubte sich mein ganzes Sein gegen seine Art zu denken. Ich konnte einfach nicht verstehen, wie er aus dem Glauben heraus all diese Meinungen haben konnte, selbst was die Ehe anbelangte. Für ein Mädchen, das früh- morgens an erster Stelle die Tageszeitung „El Pais“ (mit dem englischen „The Guardian“ oder dem österreichischen „Standard“ zu vergleichen) kaufte, war es völlig unverständlich, dass sich jemand gegen die Scheidung, oder die Verhütungsmittel stellte und in die Kirche zur Beichte ging. All das rief in mir Bewunderung hervor. Stundelang diskutierten wir all diese Themen, kam mir doch seine Haltung als dem Haus- verstand gegenteilig vor. Doch Gott ist viel stärker. Am Tag unserer Hochzeit konnte ich noch einmal meine „Erstkommunion“ machen, lebte ich doch während einigen Jahren von Gott fern. Seit diesem Augenblick hat Gott Wunder in mir gewirkt.
H: Als ich mein Theaterstudium in Manchester abschloss, stand Gott ununter- brochen an meiner Seite. Ich träumte davon als Schauspieler zu arbeiten, doch stattdessen arbeitete ich mittlerweile im Edinburgh Fringe, als meine Mutter plötzlich einen schrecklichen Autounfall hatte, dem zwei Tage später eine Thrombose folgte, die sie bis zum heutigen Tag an einer Seite lähmte. Und da ich keine wirklich andere Motivation hatte, erinnere ich mich gedacht zu haben, dass ich meine Karriere für sie abschließen musste. Währenddessen drang die Welt des Leidens und des Glaubens in mein Studentenleben ein, was in mir einen unglaublichen Durst nach Gott hervorrief. Bei einem Aufenthalt in Australien, wo mein Vater lebte, trat ich in einen religiösen Bücherladen, kaufte mir ein Buch über Fatima und überzeugte mich von der Notwendigkeit mich zu bekehren. Wieder in England zurück, pflegte ich meine Mutter während fünf Jahren, wobei ich ein äußerst diszipliniertes Leben mit viel Gebet lebte. Nachdem ich es bei mehreren Ordens- gemeinschaften versucht hatte, wurde ich im Diözesanseminar aufgenommen. Später zog ich mit einer Missionsgemeinschaft nach Dublin. Dort entdeckte ich ohne weitere Zweifelzu haben, dass Gott mich für die Welt wollte. So zog ich nach Spanien, um dort zu leben und als Professor zu arbeiten. Hier war es auch, wo ich Arantza kennen lernte. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, ob ihr Name naranja (Orange) oder araña (Spinne) bedeutete. Glücklicherweise erfuhr ich später, dass dieser Name von einem großen Marienwallfahrtsort stammte. Doch noch viel wichtiger war, dass ich verstand, dass sie für mich bestimmt war und so heirateten wir schon sehr bald.

Wie sah und wie sieht eure Idee über die Ehe aus?
H: Die Ehe ist eine unglaublich große Gabe. Man wird sich mehr und mehr darüber bewusst, dass die Ehe ausschließlich im Geber vollständig geschätzt und verwirklicht wird.
A: Vor meiner Bekehrung war meine Idee über die Ehe negativ und grau, gerade so, wie sie von der heutigen Kultur über- mittelt wird, das heißt, die Liebe ist frei und das unverfälschte und wahre ist die Tage auszuleben und den eigenen Gefühlen zu folgen. Aber, trotz meiner jungen Jahre hatte ich aufgrund dieser Ideen bereits sehr viel gelitten und als ich nun einen jungen Menschen mit völlig unterschiedlichen Ideen kennen lernte, erkannte ich in der Tiefe meines Herzens, dass er etwas ganz anderes anbieten konnte. Die Idee einer festen Beziehung, die ein ganzes Leben lang andauern sollte, war es, was ich tatsächlich in aller Tiefe meiner Seele trug, ein Wunsch, den ich unmöglich verneinen konnte. Und ich hatte mich nicht getäuscht. Solch eine Liebe, die den Plan Gottes folgt, schenkt dir einen Frieden, eine Freude und einen Segen, die dein Leben gemäß unserer menschlichen Natur bis an den Rand füllen. Das ist es, was sich jedermann wünscht.

Und ist das nicht langweilig?
A: So zu leben, indem man Gott an die erste Stelle stellt, ist eine großartiges Abenteuer, dass ohne Glauben Schwindel hervorruft. Bei einem jeden Paar, in einem jeden Leben ist es so unterschiedlich. „Habt keine Angst“, rief uns Johannes Paul II. uns immer wieder zu, „öffnet eure Herzen Christus“. „Habt keine Angst, Er nimmt nichts weg, sondern gibt alles“, wiederholt unser Benedikt XVI. Und so ist es auch. In den Augen der Welt ist unser Leben eine völlige Verrücktheit. Das Bankkonto ununterbrochen im roten Bereich, kein eigenes Haus, keine fixe Arbeit, und das selbst nach all diesen Jahren noch. Doch haben wir stets alles in der Vorsehung Gottes gelebt, die uns nie im Stich ließ und uns mehr als nur einmal regelrecht aus der Patsche half, war es selbst schwer zu glauben. Der Herr führt uns auf unbekannten Wegen. Nicht im Traum hätten wir uns all das vorgestellt.

Weshalb zerbrechen so viele Ehen?
H: Es gibt viele unterschiedliche Gründe. Viele Christen schenken ihrer Beziehung zu Gott vor der Ehe keine Bedeutung. Es fehlt an Glauben und an Liebe. Sehr Häufig ist es auch das Gewicht einer Sünde, die nie gebeichtet wurde. Werden diese Dinge nicht augenblicklich in Ordnung gebracht, schrumpft die Liebe solange, bis sie schließlich verschwindet.
A: „Tut, was Er euch sagt.“ Glauben wir mehr zu wissen als die Kirche, so lassen wir uns in der Erfüllung der Gebote nicht von Gott führen. Und lassen wir uns nicht von der Weisheit Christi erleuchten, so handeln wir laut anderer Kriterien.

Was tut ihr, wenn die Augenblicke der Müdigkeit und des Leidens kommen?
H: So beten wir mehr, bitten Gott um die nötige Kraft, um weiterhin zu kämpfen. Es geht darum, ein starkes geistliches Leben zu führen und an den Wert des Kreuzes zu glauben. Ebenso hilft, sich über die anderen leidenden Menschen bewusst zu sein, vor allem jener, die diese ohne Glauben an Gott durchmachen. Von großem Nutzen ist es, an den Himmel, die Hölle und das Fegefeuer zu denken.
A: Ich bitte den Herrn um Hilfe. In unserem Schlafzimmer haben wir ein Bild der göttlichen Barmherzigkeit, unter dem geschrieben steht: „Jesus, ich vertraue auf dich.“ Und zur Heiligen Jungfrau Maria sage ich in ganz besonders schweren Augenblicken: „Zeig mir, dass du meine Mutter bist.“
Auch muss ich zur Beichte gehen, um nicht von meinen Fehlern entmutigt zu werden. Jedes Mal wieder erneuert der Herr meine Kräfte, die Illusion Ihm nachzufolgen und das Wissen, dass ich trotz meiner Fehler auf den Himmel hoffen kann. Falls es mir möglich ist, besuche ich täglich die Heilige Messe, da sie mir sehr wohl tut. Und so kann ich Gott bitten und ebenso danken.

Was war bis jetzt die größte Schwierigkeit in eurer Ehe?
H: Wenn die Kinder krank waren oder sich im Spital befanden.
A: Wenn mein Mann keine Arbeit hatte oder die Kinder krank waren. Ebenso das Umziehen in ein neues Haus und ab und zu die wirtschaftliche Angelegenheit (doch widerhallen stets diese Worte: „Sucht das Reich Gottes und der Rest wird euch hinzugegeben“). Verbrachte ich schlechte Augenblicke, das ich mit so vielen kleinen Kindern alleine war, so verspürte ich die Nähe Gottes besonders stark und das Kreuz war ein Glück. Während einer Zeit hatte ich vier kleine Kinder unter zwei Jahren, das heißt, Drillinge und danach Gabriel. Und als dieser ein Jahr alt war und die Drillinge drei, war ich mit Joseph schwanger, der achte bereits. Noch dazu war es eine sehr schwierige Schwangerschaft, bei der ich Bettruhe – die ich nicht wirklich einhalten konnte – und Medizin verschrieben bekam, die mich ziemlich fertig machte. Das letzte Mädchen, Myriam Fatima, hieß für mich ebenso neun Monate Bettruhe und ein vollständiges sich den Händen Gottes überlassen, das Leben der Kleinen und mein Leben.

Arantza, was ist die Mutterschaft?
Die erhabenste Erfahrung die man machen kann, ist sie auch mit dem Kreuz verbunden. Es ist das Allergrößte, wobei man die Macht Gottes verspürt, so schweigsam und tiefsinnig wie in Bethlehem.

Kann eine verheiratete Person ein Innenleben führen?
H: Dieses ist grundsätzlich. Meiner Schwäche bewusst seiend, versuche ich all das zur Hilfe zu nehmen, was mir Gott anbietet: Falls möglich, die Heilige Messe zum Zentrum des Tages zu machen, die häufige Beichte, Dankgebet nach der Kommunion, das Beten des Stundengebetes, in der Gegenwart Gottes verweilen, den Rosenkranz beten und zumindest einmal pro Tag eine kurze Meditationszeit machen. Jederzeit Zeugnis über Jesus Christus abgeben zu versuchen. Sich selbst kennen lernen zu versuchen und ganz besonders bei den Schwachpunkten und ständig wachen. Der Teufel, die Welt und die verletzt Natur geben nicht nach. Wir müssen nach und nach in den Tugenden wachsen. Unsere Größe liegt im täglichen Kampf um Christus und das Seelenheil aller Menschen.
A: Eines Tages, ich selbst hatte sieben Kinder, sagte eine Freundin mit sechs Kindern zu mir: „Ich fühle mich wie eine kontemplative Ordensfrau, die mit so vielen Engelchen zu Hause lebt.“ Und so ist es auch. Legst du in deinem Leben den Lärm beiseite, so ist die Stille, die Begleitung der Unschuld und die Aufrichtigkeit der Kinder etwas wahrlich großes, das ohne Zweifel mit dem Klosterleben vergleichbar ist. Dabei kann uns Maria, Mutter der Stille, die alle Dinge in ihrem Herzen behielt, ein wunder- volles Beispiel zum Nachahmen sein.

Wie war es, als das erste Kind zu Welt kam?
A: Ich werde erzählen, was ich dachte, als das siebte ankam. Als ich es im Geburtensaal schreien hörte, dachte ich: „Möge Gott, dass es nicht das letzte sei.“

Wie deutet ihr diesen Satz: „Es wird kein Leben außer durch das Leiden geschenkt“?
H: Der Herr sagte zu Rosa von Lima: „Sagt allen, dass dem Leiden die Gnade folgt; die Anzahl der Gnaden des Himmels wird im Maße der Anstrengungen erhöht; dies ist die einzige Leiter, zu der man ins Paradies gelangt; ohne Kreuz führt kein Weg in den Himmel.“ Was kann man da schon noch hinzufügen?
A: „Die Geburtswehen.“ Wir dürfen uns vor dem Leiden nicht fürchten, nein. Aus dem Kreuz sprießt das Leben hervor. „Das Reich Gottes leidet Gewalt.“ Wir können es einfach nicht ohne Schmerzen erleuchten. Das Leiden macht uns Christus ähnlicher und es handelt sich um ein großes Geheimnis, teilen wir die Leiden mit Ihm. Das Leiden ermöglicht uns mehr Menschen zu werden.

Worum bittet ihr Gott für eure Kinder?

H: Dass keines von denen, die mir Gott geschenkt hat, verloren geht. Dass sie sich in der Gnade bekräftigen. Dass sie auf den Ruf Gottes hören, diesem nachfolgen und bis ans Ende ihres Lebens treu bleiben. Dass Gott ihnen die Berufung zum Ordensleben oder zum Priestertum gewähren möge. Dass Er sie beschützen möge. Und ich könnte jetzt damit fortsetzen…
A: Dass sie stets treu sind. Ich möchte sie alle im Himmel wieder sehen.

Weshalb ist die Erziehung derzeit so schwierig?
H: Da beinahe überall falsche Ideen über die Erziehung überwiegen. Es geht ganz einfach um Untreue. Wir sind der Erziehung unserer Kinder nicht mehr treu. Das Denken der Kirche, das Denken Christi ist in diesem Punkt äußerst klar. Wir müssen sie in der Liebe und der Ehrfurcht Gottes erziehen, sie mit einer Glaubens- und Kultursynthese ausstatten. Anstatt das zu tun, ermöglichen wir ihnen Zugang zu allen verdorbenen Einflüssen, die ihnen die Medien anbieten. Die Nahrungsmittel der Selbstverwirk- lichungs- und Selbstbewusstseinslehren, verbunden mit abtrünnigen Theologien, die die Sünde und die Glaubenslehre als veraltert betrachten. Wir erziehen sie, um in der Gesellschaft gute Plätze zu erreichen, aber es wurde ihnen niemals gezeigt, ihren Platz im Reich Gottes festzuhalten.
A: Alles stellte sich entgegen und alles ist dagegen. Die Kommunikationsmittel, eine starke Ideologie, die den Eltern die Autorität über die Kinder entreißt und die Kinder in eine hedonistische und unmoralische Welt stürzt. Und all das, da die Erzieher nicht immer über den nachzufolgenden Weg wachen und sich klar sind, stellen sie sich nicht offen gegen die evangelischen Werte.

Was tut ihr auf persönlichem Niveau, wie pflanzt ihr die Gesellschaft der Liebe?
H: Für das Leben offen sein und trotz der Schwierigkeiten sehr stark auf die Vorsehung Gottes vertrauen. Fest daran glauben, dass die Kirche für alle offen ist, weshalb auch wir für alle ein offenes Herz haben müssen.
A: Unsere Kinder so auszubilden versuchen, dass sie nicht in die Unfrucht- barkeit des Relativismus stürzen, der nicht einmal das Würdige vom Unwürdigen zu unterscheiden weiß. Zuhause sehen wir praktisch nie fern, mit Ausnahme einiger Programme der EWTN, die wir aus den Vereinigten Staaten empfangen. Das ist sehr gut, um auch die englische Sprache stets aufzufrischen. Der Fernseher ist der Feind Nr. 1. Zuhause wird ebenso keinen Moden nachgegangen, die gegen die Würde der Frau und des Mannes sind. Danach gibt es weder Zeitschrift noch Radio noch… Sicherlich werden jetzt einige behaupten: „Alles nur Verbote.“ Doch ist es nicht so. Meine Kinder sind zuhause stets fröhlich, natürlich streiten sie auch hin und wieder, dagegen kann man nichts tun. Doch missen sie nicht, was wir nicht haben. Sie spielen mit den Katzen, lesen sehr viel, besonders die älteren, zeichnen, oder helfen mir beim Einkaufen. Ah! Beinahe habe ich es vergessen, wir haben auch einige Musiker. Danach machen wir noch Spaziergänge auf dem Land und gehen täglich zur Heiligen Messe. Sie lieben es als Ministranten zu helfen und jeden Tag das Wort Gottes zu hören. Sie bilden sich aus, ohne dass wir uns dabei bewusst werden. Wir wollen, dass unsere Kinder verstehen lernen, dass es auch eine andere Art zu leben gibt.

Ist es schwierig zu lieben? Wie lernt man lieben?
H: Mit Gott ist es möglich. Die Liebe ist das wichtigste Gebot, an dem wir täglich arbeiten müssen, vor allem in der Familie. Bitten wir in unserem Gebet für die anderen, so befinden wir uns auf dem richtigen Weg.
A: Es ist schon richtig, dass man ab und zu bei den Kindern die Geduld verliert. Doch aus diesem Grund gibt es das Sakrament der Vergebung. Man lernt, indem man sich selbst verneint, das Kreuz auf sich nimmt und Ihm nachfolgt.

Wie lebt ihr das Gebot: „Geht und predigt…“?
H: Professor zu sein ist eine wunderbare Weise über das Evangelium Zeugnis abzulegen. Eine große Familie zu haben regt die Leute immer wieder zum nachdenken an.
A: Eines Tages sagte ich zu einer Freundin: „Wie sehr wünschte ich, etwas mehr für diese Jugendlichen tun zu können, die ich auf der Straße treffe!“ Erinnerten sie mich doch an meine Jugendzeit. Junge Leute, die den kommunistischen Ideologien nachfolgen, in ihrem Leben völlig orientierungslos sind, ihre Jugendzeit in den Beisln verbringen, machen sie nicht gerade ein Abtreibungsdrama durch, oder leben sie mit irgendjemanden zusammen , ohne wirklich zu wissen weshalb… Und all das in der Finsternis des Pantheismus, der New Age, dem Götzendienst und dem Unterstützen der Verbrechen der ETA. Und ich sagte zu meiner Freundin: „Hätte ich doch den Mut, wie so viele Heilige, ganz einfach auf die öffentlichen Plätze zu gehen und zu predigen anzufangen!“ Worauf sie etwas für mich unvergessliches antwortete: „Jedes Mal, wenn du mit deinen Kindern auf die Straße gehst, predigst du.“ (Von da an war ich stets mit einem Kinderwagen für Drillinge und einem Baby auf dem Rücken unterwegs, wobei die anderen so gut wie möglich folgten.)

Natürlich können wir jetzt nicht abschließen, ohne über die Hl. Jungfrau gesprochen zu haben.
H: Maria ist im Glaubensleben zentral. Ich bin davon überzeugt, dass ich Ihr mein Seelenheil zu verdanken habe. Das heißt, Maria ist es, die mich auf dem Weg zu ihrem Sohn aufrecht hält. Ich habe mich entschlossen, Ihr stets dankbar zu sein und mich und all meine Geliebten Ihr anzu- vertrauen. Heutzutage sind der Rosenkranz und das Skapulier ganz besonders wichtig. Wir wären schön dumm, würden wir so blind sein, um die „Zeichen der Zeit“ zu ignorieren.
A: Meine dritte Tochter, die bei der Geburt starb, heißt Maria. Ihren Händen habe ich sie Ihr übergeben. Als ich Ihr diese meine Tochter übergab, verstand ich die wahre Marienverehrung. Vorher verstand ich nichts davon, hatte ich mich doch erst kurz zuvor bekehrt. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich mir bewusst, wie Sie, unsere Mutter, ihre Hand ihm Spiel hatte. Meine kleine Tochter machte sich auf in den Himmel und das, was ich erbeten hatte, nämlich meiner Mutter nahe sein zu können, die während dieser Zeit aufgrund von Krebs im Sterben lag, wurde mir auf eine Weise ermöglicht, die nur den gläubigen Augen verständlich ist. Dieser kleine Engel ließ meine geliebte Mutter zum Himmel aufschauen. Obwohl sie einen starken Glauben besaß, darf man nicht vergessen, dass der Tod vor der Tür stand und sie menschlich war. Auch später hatte die Heilige Jungfrau immer wieder auf ganz konkrete Gebete geantwortet. „Zeig mir, dass du meine Mutter bist.“

 

 

©Zeitschrift HM Nr. 26 November/Dezember 2006

 

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