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Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich mit meiner Geschichte „Wie
ich das Heim kennen lernte“ beginnen soll. Vielleicht ist es gut,
wenn ich erstmals ein wenig über meinen Bekehrungsweg spreche.
Zu Beginn sei gesagt, dass ich stets katholisch war.
Ich kam in einer jener katholischen Familien zur Welt, in der die Mutter
gläubig ist und der Vater sich als Agnostiker deklariert. Soweit
ich in meinen Erinne-rungen zurückschweifen kann, besuchte ich stets
die Sonntagsmesse, wenn auch nicht immer in Begleitung meiner Mutter;
all die Male, bei denen uns mein Vater begleitete, kann ich mit beiden
Händen zählen. Ich hatte die Möglichkeit den Erstkommunionunterricht
und ebenso den Firmunterricht zu besuchen und die Sakramente zu empfangen.
Ich muss zugeben, wie ich mir nach und nach darüber bewusst
werde, wie Gottes liebende Hand immer wieder in mein Leben eingriff,
indem Er mir die geeigneten Menschen und Situationen in den Weg stellte,
die mir immer wieder weiterhalfen. Vom menschlichen Gesichtspunkt her
gesehen war meine Kindheit nicht ganz einfach. Aufgrund der Arbeit meines
Vaters mussten wir uns daran gewöhnen, von Zeit zu Zeit unseren Wohnort
zu welchseln. In der Tat lebte ich im Alter von vierzehn Jahren während
einem ganzen Jahr bei meiner Großmutter, da mein Vater in einer
anderen Stadt arbeitete und so mit meiner Mutter das Haus wohnbar machte.
„Zufälligerweise“ bereiteten sich die Mädchen meiner
Klasse auf die Firmung vor, weshalb sie mich zum Firmunterricht einluden.
Ich musste um eine besondere Erlaubnis ansuchen, um mich in den Kurs einschleusen
zu können, fehlte mir doch das ganze erste Jahr und würde ich
eben das darauffolgende Jahr nicht mehr dort leben. Es gab absolut kein
Problem und so wurde ich ohne die Anwesenheit meiner Eltern gefirmt, die
bereits in unserer zukünftigen Wohnung lebten.
Als wir nun nach Valencia zogen, wo wir übrigens noch immer leben,
schloss ich in der neuen Schule ebenso „zufälligerweise“
mit einigen Mädchen Freundschaft, die zuvor in eine Klosterschule
ginger und sich so samstags stets zum Nach-Firmunterricht trafen, an dem
auch ich, übrigens mit großem Behagen, teilnahm.
Wie nun so die Jahre vergingen und ich 19 oder 20 Jahre alt war,
begann ich ein unruhiges und unzufriedenes Herz zu haben. Diese
Samstagtreffen füllten mich schon nicht mehr, wodurch ich mir bewusst
wurde, dass das nicht alles war. Gott musste viel mehr anbieten können.
Auch in diesen Unzufrieden-heitsgefühlen sehe ich die Hand
Gottes, ansonsten hätte ich nie den Schritt gewagt, mir
etwas anderes zu suchen und ich wäre mir wahrscheinlich nicht erkannt,
was Gott mir später in den Weg stellte. 
Ich lernte ein Ehepaar kennen, das mir von Gott erzählte,
wie ich noch nie jemanden über Ihn reden gehört hatte.
Bald schon betete ich regelmäßig den Rosenkranz übrigens
zum ersten Mal im Leben, besuchte täglich die Messe, suchte regelmäßig
das Sakrament der Beichte auf und führte ein geistliches
Leben, wovon ich bis zu diesem Augenblick nicht einmal geträumt hätte.
Ich bemerkte, wie Gott plötzlich wieder mein Herz füllte und
ich Ihn auf persönlichere, auf ganz intime Weise kennen lernte. Hier
war es, wo mein „persönlicher Kontakt“ mit
Gott entstand.
Im Laufe der Zeit schlossen sich uns immer mehr Menschen an, um diesen
„persönlichen Konktakt“ mit Gott zu haben. Wir bildeten
nun eine nette Gruppe, die aus jungen Familien mit zahlreichen Kindern
und jungen über ihre Berufung noch unsicher Leuten, en bestand. Bedauernswert
und schmerzhaft ist, dass sich diese Gruppe später wieder auflöste
(der Teufel hält eben mit seiner Arbeit nie ein), weshalb
wir nun mit unserem Glauben irgendwie, ohne Beziehung zu jener
Gruppe, die der Herr und Unsere Mutter mit all ihrer Liebe und Geduld
gebildet hatten, in der freien Luft hangen. Wiederum vergingen
so die Jahre, während denen ich jedoch mit meinem geistlichen Leben
fortsetzte, wenn auch nicht mit all jener Kraft wie zur Zeit
unserer Gruppe. Ich war etwas kälter geworden. In dieser
Zeit heiratete ich meinen Mann und brachte unsere erste Tochter zur Welt.
Doch in aller Herzenstiefe wusste ich, dass mir etwas fehlte, dass ich
einer Bewegung oder Gemeinschaft angehören musste, um mit der Hilfe
und der Unterstützung der anderen meine geistlichen Anforderungen
auf diese Weise beibehalten und zum Wachstum bringen konnte. Trotz des
Bruches unserer Gebets-gruppe standen wir noch immer mit einigen Familien
im Kontakt, hatten wir doch all die Jahre über sehr viele Dinge miteinander
geteilt, so dass wir noch immer die gegenseitige Zuneigung in unserem
Herzen trugen. Man kann sagen, dass wir eine Familie bildeten,
was nicht so einfach zu zerbrechen ist.
Und wieder einmal war die Hand Gottes klar und deutlich sichtbar,
indem Er uns das Heim der Mutter in den Weg stellte. Anfangs
wusste ich von dieser neuen Be-wegung überhaupt nichts, doch hörte
ich immer mehr über die Ostertreffen und das Familientreffen sprechen.
So entschlossen sich mein Mann und ich eines Sommers nach Barcenilla
zu fahren, um mit eigenen Augen zu sehen, was das war, wovon
man uns mit solchem Enthusiamus sprach.
Es war einfach traumhaft. Gleich nach unserer Ankunft, während
der Vorträge, während unserem gemeinsamen Teilen Tag für
Tag, fühlte ich, dass dies der Platz war, an dem mich Unsere Mutter
zu haben wünschte. Und ich sah es so klar, dass ich diesen
Sommer bereits der Erwachsenen-gemeinschaft des Heims beitrat und es bis
zum heutigen Tag dabei bin und mich nach dem Tag sehne, an dem ich das
ewige Versprechen ablegen kann. Nun bitte ich den Herrn und Unsere Mutter
stets darum, mir dabei zu helfen, trotz der verschiedenen Tiefen und Schwierigkeiten
bis zum Ende treu zu sein und niemals aufzuhören, an dem Geschenk
teilzunehmen, das der Herr Unserer Mutter machen möchte.
©Revista HM º32 Septembre/Oktober 2007
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