1. Ich besitze
einen Garten, in dem ich jedes Jahr viel Gemüse, Tomaten,
Karotten, Mangold, Salat und ebenso Erdbeeren, anpflanze. Werden einmal
Gemüse und ebenso Früchte geerntet, so endet die
Arbeit im Garten. Wird aber die Erde nicht bearbeitet, so wächst
viel schlechtes Gras und Unkraut, das schon sehr bald die Erdbeerstauden überwuchert.
Im März des darauffolgenden Jahres muss ich mich danach wieder auf
die Suche der Erdbeerstauden machen, sie ausgraben und wieder neu pflanzen.
Viele dieser guten Stauden übersehe ich, da sie zu gut im Gras versteckt
sind. Bearbeite ich später das Land mit dem Traktor, gehen sie vollkommen
verloren.
Dies kann uns auch im geistlichen Leben passieren.
Lässt du die Zeit
verstreichen, ohne in deiner Seele das Unkraut (die Laster) zu zupfen,
so gehen schon bald einige Erdbeeren (Tugenden) verloren.
2. Ein
guter Freund hat bis sich zuhause Hühner, die
er mit Trockenfutter und Gerste mästet. Vor einiger Zeit bemerkte
er, wie Mäusen und Raten die Getreidesäcke anfraßen.
Schon bald kamen ebenso die Vögel, da die Raten in den Säcken
große Löcher hinterließen, durch die das Getreide ausrann.
So entschloss er sich, etwas Ordnung zu schaffen. Da er eine große
Truhe besaß, die den Vögeln, Raten und Mäusen den Zugang
verweigert, bewahrte der die Getreidesäcke in dieser auf. Das ist
es auch, was wir mit unserem Herzen tun müssen. Wir müssen
all unsere Tugenden gut darin einschließen, damit weder Raten (die
bösen Feinde) noch Vögel (die Dämonen) Zugang haben und
das nicht auffressen können, was wir zum Leben benötige.