ENTDECKEN UND AUFBEWAHREN

1. Ich besitze einen Garten, in dem ich jedes Jahr viel Gemüse, Tomaten, Karotten, Mangold, Salat und ebenso Erdbeeren, anpflanze. Werden einmal Gemüse und ebenso Früchte geerntet, so endet die Arbeit im Garten. Wird aber die Erde nicht bearbeitet, so wächst viel schlechtes Gras und Unkraut, das schon sehr bald die Erdbeerstauden überwuchert. Im März des darauffolgenden Jahres muss ich mich danach wieder auf die Suche der Erdbeerstauden machen, sie ausgraben und wieder neu pflanzen. Viele dieser guten Stauden übersehe ich, da sie zu gut im Gras versteckt sind. Bearbeite ich später das Land mit dem Traktor, gehen sie vollkommen verloren.

Dies kann uns auch im geistlichen Leben passieren. Lässt du die Zeit verstreichen, ohne in deiner Seele das Unkraut (die Laster) zu zupfen, so gehen schon bald einige Erdbeeren (Tugenden) verloren.

2. Ein guter Freund hat bis sich zuhause Hühner, die er mit Trockenfutter und Gerste mästet. Vor einiger Zeit bemerkte er, wie Mäusen und Raten die Getreidesäcke anfraßen. Schon bald kamen ebenso die Vögel, da die Raten in den Säcken große Löcher hinterließen, durch die das Getreide ausrann. So entschloss er sich, etwas Ordnung zu schaffen. Da er eine große Truhe besaß, die den Vögeln, Raten und Mäusen den Zugang verweigert, bewahrte der die Getreidesäcke in dieser auf. Das ist es auch, was wir mit unserem Herzen tun müssen. Wir müssen all unsere Tugenden gut darin einschließen, damit weder Raten (die bösen Feinde) noch Vögel (die Dämonen) Zugang haben und das nicht auffressen können, was wir zum Leben benötige.

 

 

von Fr. Rafael Alonso Reymundo

© HM ZOOM+ Nr. 38 April/Mai 2008

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