Bisherige AusgabenZeitschrift HM

Bei der Eröffnung der Pastoraltagung der Diözese Rom zum Thema Familie

Liebe Brüder und Schwestern!

Die Berufung zur Liebe ist das, was den Menschen zum echten Ebenbild Gottes macht…

Die Ganzheit des Menschen schließt nämlich die Dimension der Zeit ein, und das „Ja“ des Menschen ist ein Hinausgehen über den gegenwärtigen Augenblick: Das „Ja“ bedeutet in seiner Ganzheit „immer“, es bildet den Raum der Treue. Nur innerhalb dieses Raumes kann jener Glaube wachsen, der eine Zukunft bietet und zulässt, dass die Kinder, Frucht der Liebe, an den Menschen glauben und an dessen Zukunft in schwierigen Zeiten. Die Freiheit des „Ja“ erweist sich somit als Freiheit, die imstande ist, das Endgültige anzunehmen: Der erhabenste Ausdruck der Freiheit ist also nicht die Suche nach der Lust, ohne je zu einer echten Entscheidung zu gelangen. Diese ständige Offenheit scheint die Verwirklichung der Freiheit zu sein, aber dies ist nicht wahr: Der wahre Ausdruck der Freiheit ist vielmehr die Fähigkeit, sich für eine endgültige Hingabe zu entscheiden, in der sich die Freiheit dadurch, dass sie sich hingibt, selbst ganz wieder findet. Konkret erschließt das persönliche und gegenseitige „Ja“ von Mann und Frau den Raum für die Zukunft, für das wahre Menschsein eines jeden von ihnen und ist zugleich für das Geschenk eines neuen Lebens bestimmt. Daher muss dieses persönliche „Ja“ auch ein öffentlich verantwortetes „Ja“ sein, mit dem die Ehegatten die öffentliche Verantwortung für ihre Treue übernehmen, die auch die Zukunft der Gemeinschaft sichert. Keiner von uns gehört nämlich ausschließlich sich selbst; jeder ist deshalb aufgerufen, in seinem Innersten die eigene öffentliche Verantwortung zu übernehmen. Die Ehe als Institution ist also keine widerrechtliche Einmischung der Gesellschaft oder der Obrigkeit, die Auferlegung einer Lebensform von außen im privatesten Bereich des Lebens; sie ist vielmehr der wesenseigene Anspruch des Vertrags der ehelichen Liebe und der Tiefe der menschlichen Person.

General Audienz - Benedikto XVI

Und uns fällt sofort etwas auf: Während weder das Vierte Evangelium noch die Briefe, die dem Apostel zugeschrieben werden, seinen Namen enthalten, erwähnt die Offenbarung sogar vier Mal den Namen Johannes (vgl. 1,1.4.9; 22,8). Offensichtlich hatte der Autor einerseits keinen Grund, seinen Namen zu verschweigen, und wußte andererseits, daß seine ersten Leser ihn genau identifizieren konnten. Wir wissen aber, daß die Gelehrten bereits im 3. Jahrhundert über die Identität des in der Offenbarung erwähnten Johannes diskutierten. Zu guter Letzt könnten wir ihn auch den »Seher von Patmos« nennen, weil seine Gestalt mit dem Namen dieser Insel im Ägäischen Meer verbunden ist, wo er sich nach seinem autobiographischen Zeugnis »um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus« (Offb 1,9) in der Verbannung lebte.

Ausschnitte der Predigt von Benedikt XVI

Liebe Brüder und Schwestern!

Ihr seid am heutigen Abend wirklich in großer Zahl auf den Petersplatz gekommen, um an dieser Pfingstvigil teilzunehmen. Ich danke euch von Herzen. Ihr gehört verschiedenen Völkern und Kulturen an und vertretet hier alle Mitglieder der kirchlichen Bewegungen und neuen Gemeinschaften, die geistlich um den Nachfolger Petri versammelt sind, damit sie die Freude verkünden, an Jesus Christus zu glauben, und die Verpflichtung erneuern, in unserer Zeit seine treuen Jünger zu sein.

IMG_0320Grußworte des Heiligen Vaters Benedikt XVI. Pfarrgemeindekirche von Rhêmes-Saint Georges

Nur einige kurze Gedanken zur Lesung, die wir gehört haben: Auf dem Hintergrund der dramatischen Lage im Nahen Osten bewegt uns die Schönheit dessen, was uns der Apostel Paulus darlegt (vgl. Eph 2,13-18): Christus ist unser Friede. Er hat Juden und Heiden miteinander versöhnt, indem Er sie in seinem Leib vereint hat. Er hat die Feindschaft in seinem Leib, am Kreuz, überwunden. Mit seinem Tod hat Er die Feindschaft überwunden und uns alle in seinem Frieden vereint.

Die Texte, die wir eben gehört haben, haben ein gemeinsames Thema, das man zusammenfassen könnte in dem Satz: Gott scheitert nicht. Oder genauer gesagt: Gott scheitert zunächst immer, Er lässt die Freiheit des Menschen stehen, und die sagt immer wieder „nein“. Aber Gottes Phantasie, die schöpferische Kraft seiner Liebe, ist größer als das menschliche Nein. Durch jedes menschliche Nein wird eine neue Dimension seiner Liebe entbunden und findet Er einen neuen, größeren Weg, sein Ja zum Menschen, zu seiner Geschichte und zur Schöpfung zu verwirklichen.

Liebe Jugendliche!
Anlässlich des XXII. Weltjugendtages, (…) möchte ich Euch zur Meditation diese Worte Jesu vorschlagen: „Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“ (Joh 13,34).

Benedikt XVI
Die Berefung im Dienst der Kirche als Gemeinschaft

(…) Die erste christliche Gemeinschaft – in ihrer ursprünglichen Kerngruppe – bildete sich, als einige Fischer aus Galiläa Jesus begegneten und sich von seinem Blick, von seiner Stimme einnehmen ließen und seine nachdrückliche Einladung annahmen: „Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen“ (Mk 1,17; vgl. Mt 4,19). Tatsächlich hat Gott stets einige Menschen aus- erwählt, die auf un- mittelbarere Weise an der Verwirklichung seines Heilsplanes mitarbeiten sollten. (…) Im Neuen Testament lud Jesus, der verheißene Messias, die Apostel einzeln ein, bei Ihm zu sein (vgl. Mk 3,14) und an seiner Sendung teilzuhaben. Beim Letzten Abendmahl, als Er ihnen den Auftrag gab, das Gedächtnis seines Todes und seiner Auf- erstehung fortzusetzen bis hin zu seiner glorreichen Wiederkunft am Ende der Zeiten, richtete Er für sie an den Vater die flehentliche Bitte: „Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin“ (Joh 17,26). Die Sendung der Kirche gründet daher auf einer innigen und treuen Gemeinschaft mit Gott.

Seit fünf Jahren wird am 16. Oktober der Tag des Papstes gefeiert. Mit diesem Motiv wurde dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen Polens (TVP) mit unserem Papst Benedikt XVI. ein Interview zugestanden, das wir hiermit wiedergeben.
Das Interview wurde in der päps tlichen Residenz von Castel Gandolfo durch P. Andrzej Majewski, dem Verantwortlichen für die Redaktion katholischer Programme der TVP, durchgeführt.

Liebe Jugendliche!

Vor der heiligen Hostie, in der Jesus sich für uns zum Brot gemacht hat, das unser Leben von innen her trägt und nährt, haben wir gestern Abend den inneren Weg der Anbetung begonnen. In der Eucharistie soll Anbetung Vereinigung werden. Mit der Eucharistiefeier stehen wir in der „Stunde“ Jesu, von der das Johannes-Evangelium spricht. Durch die Eucharistie wird diese seine „Stunde“ unsere Stunde, Gegenwart unter uns. Mit den Jüngern feierte er das Pascha-Mahl Israels, das Gedächtnis der befrei-enden Tat Gottes, die Israel aus der Knechtschaft ins Freie führte. Jesus folgt den Riten Israels. Er spricht das Preis- und Segensgebet über das Brot. Aber nun geschieht Neues. Er dankt Gott nicht nur für die großen Taten der Vergang-enheit, er dankt Ihm für seine Erhöhung, die im Kreuz und in der Auferstehung geschieht. Dabei spricht Er auch zu den Jüngern mit Worten, die die Summe von Gesetz und Propheten in sich tragen: „Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut.“ Und so teilt Er Brot und Kelch aus und trägt ihnen zugleich auf, das, was Er jetzt sagt und tut, immer neu zu sagen und zu tun zu seinem Gedächtnis.

Liebe Brüder und Schwestern!

Es ist mir eine Freude, in zeitlicher Nähe zur 40. Wiederkehr der Abschlusses des II. Vatikanischen Ökumenischen Konzils dessen Dekret über die Sozialen Kommunikationsmittel „Inter Mirifica“ in Erinnerung rufen zu dürfen, das in insbesondere die Macht der Medien, die gesamte menschliche Gesellschaft zu beeinflussen, anerkannt hat. Die Notwendigkeit, jene Macht im Interesse der ganzen Menschheit zu zügeln, hat mich veranlasst, in dieser meiner ersten Botschaft zum Welttag der Kommunikationsmittel kurz über die Vorstellung von Medien als einem Netzwerk, das Kommunikation, Gemeinschaft und Kooperation ermöglicht, zu reflektieren.

Social Networks

Choose Language

Search