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MariaPredigt von Johannes Paul II

»Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir« (Lk 1,28).

Mit diesen Worten des Erzengels Gabriel wenden wir uns mehrmals am Tag an die Jungfrau Maria. Wir wiederholen sie heute am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria mit besonders großer Freude, weil wir des 8. Dezember 1854 gedenken, an dem der selige Pius IX. dieses wunderbare Dogma des katholischen Glaubens in dieser vatikanischen Basilika verkündet hat. Ich grüße herzlich alle, die heute hier versammelt sind, insbesondere die Vertreter der Nationalen Mariologischen Gesellschaften, die am Internationalen Marianisch-mariologischen Kongress teilgenommen haben, der von der Päpstlichen Marianischen Akademie veranstaltet wurde.

in der feierlichen Konzelebration der Eucharistie mit den Synodenvätern vorgestanden zur Heiligsprechung der seligen JÓZEF BILCZEWSKI, Bischof; GAETANO CATANOSO, Priester, Gründer der Schwestern von Veronika vom heiligen Antlitz, ZYGMUNT GORAZDOWSKI, Priester, Gründer der Kongregation der Schwestern von St. Josef; ALBERTO HURTADO CRUCHAGA, Priester, von der Gesesllschaft Jesu; FELICE da NICOSIA, Ordensmann des Franziskanerordens der Minderbrüder der Kapuziner; zum Abschluss der XI. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode.
An diesem XXX. Sonntag im Jahres-kreis wird unsere Eucharistiefeier durch verschiedene Gründe zur Danksagung und zum Bittgebet bereichert. Zeitgleich finden das Jahr der Eucharistie und die Ordentliche Versammlung der Bischöfe, die gerade dem eucharistischen Geheimnis im Leben und in der Sendung der Kirche gewidmet ist, ihren Abschluss, während in Kürze fünf Selige heiliggesprochen werden. Im Übrigen wird heute der Weltmissionstag begangen, der jährlich wiederkehrend in der kirchlichen Gemeinschaft den Antrieb für die Mission neu weckt.
Die heutige Liturgie lädt uns ein, die Eucharistie als Quelle der Heiligkeit und geistliche Nahrung für unsere Sendung in der Welt zu betrachten: dieses höchste Geschenk und Geheimnis zeigt uns die Fülle der Liebe Gottes und teilt sie uns mit.

von Sr. Maria Fuentes, S.H.M.

Sr. Luisina gehört der Marianitengemeinschaft in Chone, Ecuador, an. Derzeit lebt sie in einer Schule, die ihre Gemeinschaft in derselben Stadt betreut.

Klein und etwas mager, bereits mit Jahren beladen und kränklich, hat sie ihr Lächeln, ihren Mut und ihre Geisteskraft, die sie jedes Mal dann übermittelt, wenn sie spricht, nicht verloren.

Während einer Feier kamen wir am gleichen Tisch neben ihr zu sitzen, und sie erzählte uns von den verschiedenen apostolischen Arbeiten, die sie verrichtete. Sie erklärte uns, dass ihre bevorzugteste Arbeit von allen die Arbeit mit den Kindern war. Ein Priester oder ein Bischof, ich bin mir nicht mehr ganz so sicher, kam eines Tages bei ihrer Gemeinschaft vorbei und ermutigte sie, mit den Kindern zu arbeiten, denn „was im zarten Herzen der Kinder gesät wird, bleibt dort für immer“. Sie versicherte uns die Wahrheit dieser Worte und berichtete uns folgende Anekdote:

Eines Tages, als sie bereits etwas älter war, begleitete sie ihre Nichte zum Einkauf in Guayaquil. Während sich ihre Nichte in einem Laden befand, wartete sie davor. Plötzlich sprang sie jemand von hinten an und umarmte sie durchaus „grob“. Die arme Schwester holte sich einen ungeheueren Schrecken ein, dachte sie doch, dass sie jemand berauben wollte oder ähnliches. Doch sofort erkannte sie, dass es sich um eine freundliche Umarmung handelte. Als sie sich drehte, sah sie eine zutiefst gerührte Frau, die sie heftig fragte: „Schwester, erinnern sie sich an mich, erinnern sie sich an mich, Schwester?“.

Gegen Ende der Sechziger verlässt Annalena Tonelli ihr Italien, um „vor diesen Zeugnissen einer verletzten Menschheit ‚auf Knien‘ beizustehen“. In Stille lebte sie während 35 Jahren in der moslemischen Kultur Somalias die evangelische Radikalität. Die letzten sieben Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Borama. Am 5. Oktober 2003 wurde sie in der Sandwüste Somalias umgebracht.

Ich heiße Annalena Tonelli und kam in Forli, Italien zur Welt. Seit 30 Jahren arbeite ich im Gesundheitswesen, jedoch bin ich keine Ärztin. Schon als kleines Mädchen entschloss ich mich, für die anderen zu leben: den Armen, den Leidenden, den Verlassenen, den Ungeliebten. Ich wollte nichts anderes, als Christus folgen. Es gab nichts, das mich mehr interessierte: Er und die Armen in Ihm. Für ihn traf ich die radikale Wahl der Armut, kann ich auch niemals arm wie eine wahre Arme sein, wie jene, denen ich den ganzen Tag über begegne. Ich lebe im Dienst ohne Namen, ohne die Sicherheit eines Ordens, ohne irgendeiner Organisation anzugehören, ohne ein Gehalt, ohne die Einzahlung von Beiträgen für meine Altersvorsorge. Ich bin nicht verheiratet, weil ich das, als ich jung war, in der Freude so beschlossen habe.

Das 20. Jahrhundert kann als das Märtyrerjahrhundert bezeichnet werden, war es auch das blutigste Jahrhundert der Geschichte des Christentums. Bereits Papst Johannes Paul II. legte Nachdruck darauf, dass wir diese Erinnerungen keinesfalls vergessen dürfen, sondern, beim Anblick aller, die aufgrund ihres Glaubens „im Kolloseum“ des 20. Jahrhunderts ihr Leben gaben, vielmehr müssten wachsen. Er spricht von „unzähligen Legionen“, den die Spuren des Gekreuzigten Königs folgten und zu bekunden verstanden, dass „die Liebe viel stärker ist als der Tod“.

Andrea Ricardi würde sagen, dass es sich nicht um „die Geschichte einiger mutiger Christen, sondern um die Geschichte eines massiven Marty-riums handelt“.

Vergangenen April machte sich eine Gruppe von Dienern des Heims der Mutter auf den Weg nach Ecuador, wo sie in Playaprieta und in Chone den Gemeinschaften der Dienerinnen des Heims der Mutter helfen sollten. Das Ziel der Reise war sowohl bei der apostolischen Arbeit wie auch beim Bau verschiedener Gebäude zu helfen. Sie betreuten die Jugend- und Erwachsenengruppe des Heims der Mutter und halfen bei den bereits gestarteten Missionsprojekten mit.

In der Schule in Playaprieta, in der die Dienerinnen etwa 300 Kinder betreuen, bauten sie für zukünftige freiwillige Helfer eine Wohnung aus, die während einiger Zeit in der Mission mithelfen möchten.

Mit der Gabenbereitung beginnt die eigentliche eucharistische Liturgie. Beim Wortgottesdienst und der Eucharistiefeier handelt es sich nicht um zwei unterschie- dliche Kultakte, sondern um zwei Augen -blicke eines einzigen Geheimnisses.

Der Übergang vom Wortgottesdienst zur Eucharistiefeier hebt sich besonders gut durch die Geste des Ministers hervor, der sich von den Sitzen zum Altar begibt, Ort, der für das Opfer bestimmt ist.

Die Eucharistiefeier setzt sich aus der Gabenbereitung, dem eucharistischen Hochgebet und der Kommunion zu -sammen. Diese Struktur geht auf jene Handlung zurück, die Jesus Christus während dem Letzten Abendmahl durch- führte, als er „Brot und Wein nahm“, den Lobpreis sprach, das Brot brach und es seinen Jüngern gab.

Am 20 Jänner 1842 bekehrte sich der aus Strassburg stammende 27-jährige Israelit Alfons Ratisbonne in der römisch-katholischen Pfarrkirche „Sant’ Andrea delle Fratte“ durch die besondere Gnade der Erscheinung der Unbefleckten Empfängnis, so wie Sie auf der Wunderbaren Medaille zu sehen ist, augenblicklich zum Katholizismus. Doch was während diesem Augenblick unglaublicher Gnade vor sich ging, beschreibt uns Alfons persönlich in einigen Briefen und der vor dem Vikariat in Rom gemachten Aussage, wo man die Wahrheit dieser Ereignisse bescheinigte. Alfons Ratisbonne wurde am 31. Jänner 1842 von Kardinal Patrizi getauft und in der katholischen Kirche empfangen. 1847 empfing er seine Priesterweihe.

Nachfolgend bringen wir eine Zusammenfassung seines Briefes, bei dem Alfons die Reise nach Rom und seine innere Erfahrung beschreibt.

von Sr . Rocio, S.H.M.

Vor einiger Zeit wurden unsere Augen von einigen Bildern der Zerstörung und Todes gepeitscht, die durch einen Tsunami in mehreren Gebieten Asiens provo-ziert wurden, und unser ganzes Wesen erschütterten. Doch gibt es auch andere Arten von Tsunami, innere Tsunami, geistliche Tsunami, denen wir kaum Aufmerksamkeit schenken, da sie nicht sichtbar, jedoch nicht weniger zer-störerisch sind. Einer dieser Tsunami ist der Neid, der durch die Seele läuft und überall Hass, Zerstörung und Tod provoziert. Dieselbe Heilige Schrift weist uns darauf hin: „Durch des Teufels Neid kam der Tod in die Welt.“ (Weish 2,24).

Von klein auf wurde ich katholisch erzogen. Von der ersten bis zur siebten Schulstufe besuchte ich eine katholische Schule und wurde danach ebenso gefirmt, obwohl wir zuhause unseren Glauben nicht lebten. Un-glücklicherweise, wie so viele andere, ent-fernte ich mich später von der Kirche und schlug meinen eigenen Weg ein. Als ich mir schließlich bewusst wurde, dass mir etwas fehlte, besuchte ich verschiedene protestantische Kirchen, wie die Baptisten, die Pfingstkirche, etc. etc. doch schien sich die innere Leere, die ich stets in mir trug, nicht wirklich zu füllen, weshalb ich meine Kirchenbesuche bald wieder ein-stellte. Während all dieser Zeit ruhte Gottes Hand auf mir. Schließlich nach vielen Jahren des Irrtums und des Leidens führte Er mich auf den richtigen Weg zurück. Ich glaube, Gott gab mir diese Zeit, um mir gewisse Dinge zu zeigen und um mich auf die Wirkung vorzubereiten, die Er in meinem Leben provozieren würde. Vielleicht ebenso, um mit anderen mehr Barmherzigkeit auszuüben und ihnen sagen zu können: „Ich weiß was du gerade durchmachst, auch ich befand mich in dieser Situation und es gibt Hoffnung, denn Er LEBT!“

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