Bisherige AusgabenZeitschrift HM

Was sind schon siebzehn Jahre, verglichen mit der Ewigkeit? Ohne Zweifel eine kleiner und unbedeutender Zeitabschnitt, und doch sind es drei Viertel meines Lebens und aus diesem Grund zuviel Zeit, um grundsätzliche Realitäten meines Leben zu verkennen.

Blicke ich nun zurück, übersehe ich von keinesfalls wie viel Zeit ich aufgrund Ignoranz und Unkenntnis bezüglich Gott und den übernatürlichen Realitäten vergeudet habe. Zu viele Jahre sind es, in denen ich nichts von der Tatsache wissen wollte, dass ich im Himmel eine Mutter habe, die meine Schritte wie verrückt in Richtung Gott zu lenken versucht.

Fortsetzung der H.M. Zeitschrift Nr. 12
Gemeinschaft der Dienerinnen (Ecuador)

Wir konnten nicht mehr tun, als dem Herrn ununterbrochen für seine unend-liche Geduld und Barmherzigkeit zu danken. Das Gesicht des alten Mütter-chens war von viel Freude und Un-schuld geprägt.

Vor einiger Zeit traf ich auf der Straße eine gute Freundin, die ich schon seit gar langer Zeit nicht mehr gesehen hatte. So begrüßten wir uns und fingen eine nette Unterhaltung an, bei der sie mich plötzlich nach jener Frau fragten, über die bei einer vor-herigen Ausgabe der Zeitschrift im Artikel „Die letzte Schlacht“ geschrieben wurde. Frau Carmen war schon sehr krank und vom Alter sichtlich geschwächt. Noch dazu hielt sie der Feind mittels eines gotteslästerlichen Eids fest, der sie daran hinderte, ihren Kindern zu vergeben und auf diese Weise die Vergebung Gottes emp-fangen zu können. So entschlossen wir uns für die Frau Carmen mittels eines Zeitschriftenartikels um Gebete zu bitten. Nun erklärte mir meine Freundin, dass sie für Frau Carmens Bekehrung sehr viel gebetet habe und interessiert sei, wie diese Ge-schichte weiterging.

Am Aufgang zu Petersbasilika hat Papst Pius IX. im 19. Jahrhundert zwei machtvolle Figuren der Apostel Petrus und Paulus aufgestellt, beide leicht erkenntlich an ihren Attributen: die Schlüssel in der Hand des Petrus, das Schwert in den Händen Pauli. Wer ohne Kenntnis der Geschichte des Christentums die kraftvolle Gestalt des Völkerapostels betrachtet, könnte wohl zu der Meinung kommen, es handle sich um einen großen Feldherrn, um einen Krieger, der mit dem Schwert Geschichte gemacht und sich Völker unterworfen habe. So wäre er einer der vielen, die sich um den Preis des Blutes der anderen Ruhm und Reichtum geschaffen haben. Der Christ weiß, dass das Schwert in den Händen dieses Mannes die gegenteilige Bedeutung hat: Es ist das Werkzeug seiner Hinrichtung. Als römischer Bürger durfte er nicht, wie Petrus, gekreuzigt werden; er starb durch das Schwert. Aber auch wenn dies als eine noble Hinrichtungsart galt, so gehört er in der Weltgeschichte zu den Opfern der Gewalt und nicht zu den Tätern.

von Br. Dominic Feehan, S.H.M.

Das Gemälde des verlorenen Sohns wurde von Rembrandt während seiner letzten Lebensjahre auf wunderbare Weise dargestellt. Diese letzten Jahre seines Lebens verbrachte er geplagt von vielen inneren Unruhen.

Das nicht vervollständigte Gemälde von Simeon mit dem Jesuskindlein und das Gemälde vom verlorenen Sohn weisen auf zwei Aspekte hin, durch die diese letzte Lebensetappe gezeichnet war: der Verlust seines Augenlichtes und die tiefe innere Sicht. In beiden Gemälden erkennt man eine Art innere Licht, das in ihnen eine zärtliche Schönheit hervorruft. Dieses innere Licht war den Augen des Künstlers während vielen Jahren verborgen. Erst gegen Ende seines Lebens und nach unzähligen Leiden wurde Rembrandt dieses innere Licht geoffenbart.

Von Kelly Pezo

Meine Großeltern sind seit beinahe dreiundfünfzig Jahren verheiratet. Wie auch jedes andere Ehepaar mussten sie durch so manch andere Schwierigkeit und schmerzhafte Situation hindurch. Natürlich gab es ebenso viele Augenblicke unglaublicher Freude und Liebe. Meine Großmutter ist eine außerordentliche Ehefrau, Mutter und Oma, die sich ununterbrochen um das Wohl aller Menschen kümmert. Sie war stets so gut zu meinem Großvater. Man kann sagen, dass sie ihn ununterbrochen verwöhnt. Sie tut alles für ihn. Ihre zehn Kinder und die siebenundzwanzig Enkelkinder sind sich alle einig, dass sie ein traumhaftes Bild zum anschauen sind. So viele Jahre tragen sie bereits auf ihren Rücken und doch sind sie noch so verliebt!

von Sr . Rocio, S.H.M.

Vor einiger Zeit wurden unsere Augen von einigen Bildern der Zerstörung und Todes gepeitscht, die durch einen Tsunami in mehreren Gebieten Asiens provo-ziert wurden, und unser ganzes Wesen erschütterten. Doch gibt es auch andere Arten von Tsunami, innere Tsunami, geistliche Tsunami, denen wir kaum Aufmerksamkeit schenken, da sie nicht sichtbar, jedoch nicht weniger zer-störerisch sind. Einer dieser Tsunami ist der Neid, der durch die Seele läuft und überall Hass, Zerstörung und Tod provoziert. Dieselbe Heilige Schrift weist uns darauf hin: „Durch des Teufels Neid kam der Tod in die Welt.“ (Weish 2,24).

Mit der Gabenbereitung beginnt die eigentliche eucharistische Liturgie. Beim Wortgottesdienst und der Eucharistiefeier handelt es sich nicht um zwei unterschie- dliche Kultakte, sondern um zwei Augen -blicke eines einzigen Geheimnisses.

Der Übergang vom Wortgottesdienst zur Eucharistiefeier hebt sich besonders gut durch die Geste des Ministers hervor, der sich von den Sitzen zum Altar begibt, Ort, der für das Opfer bestimmt ist.

Die Eucharistiefeier setzt sich aus der Gabenbereitung, dem eucharistischen Hochgebet und der Kommunion zu -sammen. Diese Struktur geht auf jene Handlung zurück, die Jesus Christus während dem Letzten Abendmahl durch- führte, als er „Brot und Wein nahm“, den Lobpreis sprach, das Brot brach und es seinen Jüngern gab.

Vergangenen April machte sich eine Gruppe von Dienern des Heims der Mutter auf den Weg nach Ecuador, wo sie in Playaprieta und in Chone den Gemeinschaften der Dienerinnen des Heims der Mutter helfen sollten. Das Ziel der Reise war sowohl bei der apostolischen Arbeit wie auch beim Bau verschiedener Gebäude zu helfen. Sie betreuten die Jugend- und Erwachsenengruppe des Heims der Mutter und halfen bei den bereits gestarteten Missionsprojekten mit.

In der Schule in Playaprieta, in der die Dienerinnen etwa 300 Kinder betreuen, bauten sie für zukünftige freiwillige Helfer eine Wohnung aus, die während einiger Zeit in der Mission mithelfen möchten.

Gegen Ende der Sechziger verlässt Annalena Tonelli ihr Italien, um „vor diesen Zeugnissen einer verletzten Menschheit ‚auf Knien‘ beizustehen“. In Stille lebte sie während 35 Jahren in der moslemischen Kultur Somalias die evangelische Radikalität. Die letzten sieben Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Borama. Am 5. Oktober 2003 wurde sie in der Sandwüste Somalias umgebracht.

Ich heiße Annalena Tonelli und kam in Forli, Italien zur Welt. Seit 30 Jahren arbeite ich im Gesundheitswesen, jedoch bin ich keine Ärztin. Schon als kleines Mädchen entschloss ich mich, für die anderen zu leben: den Armen, den Leidenden, den Verlassenen, den Ungeliebten. Ich wollte nichts anderes, als Christus folgen. Es gab nichts, das mich mehr interessierte: Er und die Armen in Ihm. Für ihn traf ich die radikale Wahl der Armut, kann ich auch niemals arm wie eine wahre Arme sein, wie jene, denen ich den ganzen Tag über begegne. Ich lebe im Dienst ohne Namen, ohne die Sicherheit eines Ordens, ohne irgendeiner Organisation anzugehören, ohne ein Gehalt, ohne die Einzahlung von Beiträgen für meine Altersvorsorge. Ich bin nicht verheiratet, weil ich das, als ich jung war, in der Freude so beschlossen habe.

MariaPredigt von Johannes Paul II

»Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir« (Lk 1,28).

Mit diesen Worten des Erzengels Gabriel wenden wir uns mehrmals am Tag an die Jungfrau Maria. Wir wiederholen sie heute am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria mit besonders großer Freude, weil wir des 8. Dezember 1854 gedenken, an dem der selige Pius IX. dieses wunderbare Dogma des katholischen Glaubens in dieser vatikanischen Basilika verkündet hat. Ich grüße herzlich alle, die heute hier versammelt sind, insbesondere die Vertreter der Nationalen Mariologischen Gesellschaften, die am Internationalen Marianisch-mariologischen Kongress teilgenommen haben, der von der Päpstlichen Marianischen Akademie veranstaltet wurde.

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